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Burkitt-Lymphom

Krebszelle, Quelle: © Juan Gaertner - fotolia.com
Quelle: © Juan Gaertner - fotolia.com

Das Burkitt-Lymphom zählt zu den am schnellsten wachsenden Tumorarten des Menschen und wurde nach seinem Entdecker, dem Tropenarzt Dr. Denis Burkitt benannt. Das Burkitt-Lymphom gehört in die Gruppe der sog. Non-Hodgkin-Lymphome und wird vereinfacht als Lymphdrüsen- oder Lymphknotenkrebs bezeichnet. Dies ist insofern ein irreführender Ausdruck, da beim Burkitt-Lymphom nicht nur Lymphknoten, sondern ganz allgemein Zellen des lymphatischen Systems und Organe befallen sein können.

Das Burkitt-Lymphom entsteht aus B-Lymphozyten und ist daher ein B-Zell-Lymphom. Das Abwehrsystem des Körpers hat T- und B-Lymphozyten, die sich aus Stammzellen des Knochenmarks differenzieren. Sie sind für unterschiedliche Bereiche der Immunabwehr verantwortlich.

Die Ursachen für das Burkitt-Lymphom sind weitgehend ungeklärt, es scheint jedoch ein Zusammenhang mit Virusinfektionen (v.a. Epstein-Barr-Virus) und Chromosomenschädigungen zu geben. Bei HIV-Patienten kommt das Burkitt-Lymphom gesteigert vor. Man findet ein vermehrtes Vorkommen in Afrika, wo es die häufigste bösartige Krebserkrankung bei Kindern darstellt. Diese Form des Burkitt-Lymphoms wird endemisches Lymphom genannt.

Das Tumorgewebe tritt v.a. im lymphatischen Gewebe von Organen des Bauchraums (Niere etc.) und im Gesicht (Kiefer und Hals) auf. Optisch dominieren dabei Schwellungen in den jeweiligen Regionen, die besonders am Kopf schnell sichtbar sind.

Wird die Diagnose in einem frühen Stadium gestellt, ist das Burkitt-Lymphom gut behandelbar. In der Regel wird Chemotherapie angewandt, manchmal in Verbindung mit einer Strahlentherapie.

 

(red)

Quellen:
U. Dührsen: Burkitt-Lymphom, in: G. Ehninger, S. Petasch: Colloqium Onkologie 8. Update Hämatologie / Onkologie 2009, Lukon 2009, S. 82-83
H.-J. Schmoll. K. Höffken, K. Possinger (Hrsg.): Kompendium Internistische Onkologie, Springer Verlag 2006
Robert Koch-Institut (Hrsg.): Krebs in Deutschland 2005/2006. Häufigkeiten und Trends, Berlin 2010

Fachliche Beratung:
Prof. Dr. Witzens-Harig
Universitätsklinikum Heidelberg

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Aktualisiert am: 15.12.2017 12:01


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Burkitt-Lymphom Quelle: © Juan Gaertner - fotolia.com Das Burkitt-Lymphom zählt zu den am schnellsten wachsenden Tumorarten des Menschen und wurde nach seinem Entdecker, dem Tropenarzt Dr. Denis Burkitt benannt. Das Burkitt-Lymphom gehört in die Gruppe der sog. Non-Hodgkin-Lymphome und wird vereinfacht als Lymphdrüsen- oder Lymphknotenkrebs bezeichnet. Dies ist insofern ein irreführender Ausdruck, da beim Burkitt-Lymphom nicht nur Lymphknoten, sondern ganz allgemein Zellen des lymphatischen Systems und Organe befallen sein können. Das Burkitt-Lymphom entsteht aus B-Lymphozyten und ist daher ein B-Zell-Lymphom. Das Abwehrsystem des Körpers hat T- und B-Lymphozyten, die sich aus Stammzellen des Knochenmarks differenzieren. Sie sind für unterschiedliche Bereiche der Immunabwehr verantwortlich. Die Ursachen für das Burkitt-Lymphom sind weitgehend ungeklärt, es scheint jedoch ein Zusammenhang mit Virusinfektionen (v.a. Epstein-Barr-Virus) und Chromosomenschädigungen zu geben. Bei HIV-Patienten kommt das Burkitt-Lymphom gesteigert vor. Man findet ein vermehrtes Vorkommen in Afrika, wo es die häufigste bösartige Krebserkrankung bei Kindern darstellt. Diese Form des Burkitt-Lymphoms wird endemisches Lymphom genannt. Das Tumorgewebe tritt v.a. im lymphatischen Gewebe von Organen des Bauchraums (Niere etc.) und im Gesicht (Kiefer und Hals) auf. Optisch dominieren dabei Schwellungen in den jeweiligen Regionen, die besonders am Kopf schnell sichtbar sind. Wird die Diagnose in einem frühen Stadium gestellt, ist das Burkitt-Lymphom gut behandelbar. In der Regel wird Chemotherapie angewandt, manchmal in Verbindung mit einer Strahlentherapie. (red) Quellen: U. Dührsen: Burkitt-Lymphom, in: G. Ehninger, S. Petasch: Colloqium Onkologie 8. Update Hämatologie / Onkologie 2009, Lukon 2009, S. 82-83 H.-J. Schmoll. K. Höffken, K. Possinger (Hrsg.): Kompendium Internistische Onkologie, Springer Verlag 2006 Robert Koch-Institut (Hrsg.): Krebs in Deutschland 2005/2006. Häufigkeiten und Trends, Berlin 2010 Fachliche Beratung: Prof. Dr. Witzens-Harig Universitätsklinikum Heidelberg Weitere Basisinformationen zum Burkitt-Lymphom: Themen: Burkitt-Lymphom Hämatologische Onkologie Aktualisiert am: 15.12.2017 12:01 Twitter Facebook Beratung Prostatakrebs Neue Option für die Therapie des metastasierten Prostatakarzinoms Für Patienten mit metastasiertem Prostatakarzinom gibt es jetzt eine neue Therapieoption. Eine Initiative der Janssen-Cilag GmbH. >> Weiterlesen Alle News anzeigen Hautkrebs COLUMBUS-Studie: Encorafenib + Binimetinib beim metastasierten Melanom – ADO 2017 Im Gespräch stellen Prof. Reinhard Dummer (Zürich) und Prof. Ralf Gutzmer (Hannover) die Ergebnisse des 2. Teils der COLUMBUS-Studie zum Vergleich der Wirksamkeit und Verträglichkeit der Kombination aus dem BRAF-Inhibitor Encorafenib und dem MEK-Inhibitor Binimetinib versus der Encorafenib-Monotherapie beim metastasierten BRAF-positiven Melanom vor. 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