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Blasenkrebs, Harnblasenkrebs - Erkrankungsverlauf

Bei 75% der betroffenen Patienten wird der Tumor in einem frühen Stadium (Stadien pTa, T1, CIS) entdeckt und hat daher eine sehr gute Prognose. Nach operativer Entfernung durch die transurethrale Resektion (TUR-B) sind regelmäßige Kontrollen wichtig. Die Rate eines wiederauftretenden Tumors hängt von der Anzahl der Tumore, der Aggressivität und der Eindringtiefe ab. Anhand dieser Angaben kann das Risiko des Wiederauftretens berechnet werden, dass in den ersten fünf Jahren bei 50-70% liegt und sich unter Umständen durch eine lokale Immun- oder Chemotherapie in der Harnblase um 20% senken lässt. Allgemein kann das oberflächliche Blasenkarzinom auch bei wiederholtem Auftreten durch regelmäßige Untersuchungen und entsprechender Resektion (TUR-B) unter Kontrolle gehalten werden.

Bis zu 25% der Patienten weisen schon zu Beginn Karzinome in höheren Stadien auf oder entwickeln diese im weiteren Verlauf einer oberflächlichen Tumorerkrankung. Sie werden gemäß der Therapie des invasiven Blasenkrebses behandelt. Meist wird eine radikale Blasenentfernung angestrebt, alternativ eine TUR-B mit kombinierter Strahlen-/Chemotherapie.

Nach der Radikalentfernung wird der Urin üblicherweise über ein Urostoma oder über eine Darmersatzblase, die an die Harnröhre angeschlossen ist, abgeleitet. 70% der Betroffenen weisen mit der Darmersatzblase keine Probleme auf, 15% leiden unter dauerhafter Inkontinenz (unkontrollierter Harnabgang) und 15% unter nächtlicher Inkontinenz. Die 5-Jahres-Überlebensrate liegt bei der Harnblasenentfernung je nach Tumorstadium zwischen 80% (Stadium pT2) und 20% (Stadium mit Lymphknotenbefall).

Bei einer Ausbreitung des Krebses mit Tochtergeschwülsten in Lunge, Leber oder Skelett ist die Prognose deutlich schlechter. Mit einer systemischen Chemotherapie liegt dann die mittlere Überlebenswahrscheinlichkeit bei etwas über einem Jahr.

 

(red)


Quellen:
[1] R. Andreesen, A. Böhle, C. Bokemeyer et al.: Harnblasenkarzinom, in: Kurzgefasste interdisziplinäre Leitlinien, Deutsche Krebsgesellschaft (Hrsg.), W. Zuckschwerdt Verlag 2008 
[2] H.-J. Schmoll. K. Höffken, K. Possinger (Hrsg.): Kompendium Internistische Onkologie, Springer Verlag 2006

Fachliche Beratung:
Prof. Carsten Ohlmann
Klinik für Urologie und Kinderurologie Universitätsklinikum des Saarlandes

Letzte inhaltliche Aktualisierung am: 22.11.2013

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Aktualisiert am: 20.01.2018 22:33


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Blasenkrebs, Harnblasenkrebs - Erkrankungsverlauf Bei 75% der betroffenen Patienten wird der Tumor in einem frühen Stadium (Stadien pTa, T1, CIS) entdeckt und hat daher eine sehr gute Prognose. Nach operativer Entfernung durch die transurethrale Resektion (TUR-B) sind regelmäßige Kontrollen wichtig. Die Rate eines wiederauftretenden Tumors hängt von der Anzahl der Tumore, der Aggressivität und der Eindringtiefe ab. Anhand dieser Angaben kann das Risiko des Wiederauftretens berechnet werden, dass in den ersten fünf Jahren bei 50-70% liegt und sich unter Umständen durch eine lokale Immun- oder Chemotherapie in der Harnblase um 20% senken lässt. Allgemein kann das oberflächliche Blasenkarzinom auch bei wiederholtem Auftreten durch regelmäßige Untersuchungen und entsprechender Resektion (TUR-B) unter Kontrolle gehalten werden. Bis zu 25% der Patienten weisen schon zu Beginn Karzinome in höheren Stadien auf oder entwickeln diese im weiteren Verlauf einer oberflächlichen Tumorerkrankung. Sie werden gemäß der Therapie des invasiven Blasenkrebses behandelt. Meist wird eine radikale Blasenentfernung angestrebt, alternativ eine TUR-B mit kombinierter Strahlen-/Chemotherapie. Nach der Radikalentfernung wird der Urin üblicherweise über ein Urostoma oder über eine Darmersatzblase, die an die Harnröhre angeschlossen ist, abgeleitet. 70% der Betroffenen weisen mit der Darmersatzblase keine Probleme auf, 15% leiden unter dauerhafter Inkontinenz (unkontrollierter Harnabgang) und 15% unter nächtlicher Inkontinenz. Die 5-Jahres-Überlebensrate liegt bei der Harnblasenentfernung je nach Tumorstadium zwischen 80% (Stadium pT2) und 20% (Stadium mit Lymphknotenbefall). Bei einer Ausbreitung des Krebses mit Tochtergeschwülsten in Lunge, Leber oder Skelett ist die Prognose deutlich schlechter. Mit einer systemischen Chemotherapie liegt dann die mittlere Überlebenswahrscheinlichkeit bei etwas über einem Jahr. (red) Quellen: [1] R. Andreesen, A. Böhle, C. Bokemeyer et al.: Harnblasenkarzinom, in: Kurzgefasste interdisziplinäre Leitlinien, Deutsche Krebsgesellschaft (Hrsg.), W. Zuckschwerdt Verlag 2008 [2] H.-J. Schmoll. K. Höffken, K. Possinger (Hrsg.): Kompendium Internistische Onkologie, Springer Verlag 2006 Fachliche Beratung: Prof. Carsten Ohlmann Klinik für Urologie und Kinderurologie Universitätsklinikum des Saarlandes Letzte inhaltliche Aktualisierung am: 22.11.2013 Weitere Basisinformationen zum Blasenkrebs: Nachrichten zum Thema Was machen die Gene bei Blasenkrebs? Unabhängig vom Rauchen gibt es offenbar eine familiär bedingte Neigung für Urothelkarzinome. Weiterlesen Was machen die Gene bei Blasenkrebs? Themen: Harnblasenkrebs Risikofaktor Blasenkrebs: Unterstützende Chemotherapie unter Umständen auch nach der Operation In bestimmten Fällen kann sich bei lokal fortgeschrittenem Harnblasenkrebs eine adjuvante Chemotherapie nach neoadjuvanter Chemotherapie und Operation lohnen. 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