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Ultraschall (Sonografie)

Technik

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Beim diagnostischen Ultraschall wird die unterschiedliche Ausbreitung von Ultraschallwellen im menschlichen Körper ausgenutzt: Die von dem untersuchenden Arzt über einen speziellen Schallkopf in den Körper gesendeten hochfrequenten Schallwellen, deren Frequenz mit 20 Kilohertz bis 1 Gigahertz oberhalb der menschlichen Hörschwelle liegt, werden an den Grenzschichten zwischen Geweben unterschiedlich stark reflektiert. Der Schallkopf nimmt die zurückgeworfenen Schallwellen auf. Aus ihnen berechnet der Computer ein Bild, auf dem sich unterschiedliche Gewebetypen darstellen. Beim Kontrastmittelultraschall werden kleine gasgefüllte Bläschen (Echokontrastverstärker) in die Blutbahn des Patienten gespritzt. Im Ultraschallfeld beginnen sie zu schwingen, sodass die Durchblutung des Gewebes am Bildschirm sichtbar wird. Der Arzt kann anhand typischer Durchblutungsmuster erkennen, um welche Art von Tumor es sich handelt.

Einsatz

Die beim Ultraschall eingesetzten Schallwellen sind für den Patienten unbedenklich, eine Strahlenbelastung entsteht nicht. Allerdings erreichen die Ultraschallwellen tiefer liegende Organe nicht. Um Organe wie Prostata, Eileiter oder Gebärmutter dennoch mit Ultraschallwellen untersuchen zu können, wurden deshalb Instrumente entwickelt, die in die natürlichen Körperöffnungen (z.B. Mund, After, Scheide) eingebracht werden und Bilder vom Inneren der Organe liefern (Endosonografie – z.B. Ultraschall der Bronchien = endobronchialer Ultraschall, EBUS).

(red)

Quellen:
M. Galanski, K. Lackner: Prinzipien der bildgebenden Diagnostik in der Onkologie, in: H.-J. Schmoll. K. Höffken, K. Possinger (Hrsg.): Kompendium Internistische Onkologie, Springer Verlag 2005, S. 429-448

Letzte inhaltliche Aktualisierung am: 10.09.2014

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Aktualisiert am: 25.05.2017 17:35