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Szintigrafie

Technik

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Bestimmte Stoffe reichern sich in Organen bzw. bei bestimmten krankhaften Veränderungen an. Werden diese Stoffe radioaktiv markiert oder gelangen selbst in radioaktiver Form in den Körper, sammeln sie sich in dem Gewebe oder Organ und geben dort Strahlung ab. Die radioaktive Strahlung wird mithilfe einer speziellen Kamera („Gammakamera”) aufgefangen und sichtbar gemacht. Das Bild, ein so genanntes „Szintigramm”, zeigt, wie sich die radioaktive Substanz im Organ verteilt, und gibt dadurch Auskunft über dessen Funktionsfähigkeit.

 

Einsatz

Ein wichtiger Anwendungsbereich der Szintigrafie ist beispielsweise die Untersuchung der Schilddrüse mit radioaktiv markiertem Jod, das sich bevorzugt in dem Organ anreichert. Ebenso lässt sich die Szintigrafie anwenden, um Knochenmetastasen eines Tumors (Skelettszintigrafie) aufzuspüren. Die Strahlenbelastung ist dabei gering; die radioaktiv markierten Substanzen werden innerhalb kurzer Zeit über Urin und Stuhl wieder ausgeschieden.

Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl anderer szintigrafischer Untersuchungsmethoden, mit denen Tumoren entdeckt und von gutartigen Veränderungen unterschieden werden können.

(red)

Quellen:
V. Ivancevic, D. L. Munz: Prinzipien der nuklearmedzinischen Diagnostik, in: H.-J. Schmoll. K. Höffken, K. Possinger (Hrsg.): Kompendium Internistische Onkologie, Springer Verlag 2005, S. 449-466

Letzte inhaltliche Aktualisierung am: 10.09.2014

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Aktualisiert am: 25.05.2017 17:35