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Positronen-Emmission-Tomografie (PET)

Die Positronen-Emissions-Tomografie (PET) ist ein so genanntes nuklearmedizinisches Verfahren, das mithilfe von Radionukliden Stoffwechselvorgänge im Körper sichtbar macht. Hintergrund ist der Umstand, dass bösartige Tumoren oft einen deutlich intensiveren Stoffwechsel haben als gutartige Gewebe. Verwendet wird beispielsweise radioaktiv markierter Traubenzucker, wodurch der Zuckerstoffwechsel von Geweben erkennbar wird.

 

Technik

Quelle: © dkg-web

Dem Patienten wird bei der Untersuchung Traubenzucker gespritzt, der geringe Mengen eines kurzlebigen Strahlers (Positronenstrahler) enthält. Meist handelt es sich um Fluor-18-Desoxyglucose (FDG), weshalb die Untersuchung auch FDG-PET genannt wird. Der markierte Zucker („Tracer“) reichert sich vor allem im Tumorgewebe schnell an und wird dort verstoffwechselt. Über einen Detektor wird die Strahlung (Emission), die der Zucker dabei abgibt, von außen gemessen. Ein Computer verrechnet die Strahlungswerte zu Bildern, auf denen mögliche Tumorherde – je nach PET-Gerät – deutlich als dunkle oder besonders leuchtende Flecken hervortreten.

Gegenüber anderen radioaktiven Substanzen (vgl. Abschnitt Szintigraphie) haben Positronenstrahler den Vorteil, dass sie im Körper genau lokalisiert werden können. Dadurch lassen sich auch Tumoren entdecken, die nur wenige Millimeter groß sind und mit anderen Verfahren (z.B. CT, MRT) kaum oder gar nicht gefunden werden könnten.

Einsatz

Die PET ist ein strahlendiagnostisches Verfahren, der Patient wird also einer Belastung durch radioaktive Strahlen ausgesetzt. Diese ist jedoch relativ gering und nur von kurzer Dauer, denn es werden schwach strahlende Substanzen in sehr geringer Dosis verwendet, die eine kurze Zerfallszeit haben, sich also schnell neutralisieren bzw. ausgeschieden werden.

Ein im Vergleich zu anderen Verfahren zusätzlicher Nutzen konnte für die PET allein bisher kaum nachgewiesen werden. Auch bei anderen Erkrankungen als Krebs steigt der Stoffwechsel an, wie etwa bei Entzündungen. Deshalb kann bei einem positiven Befund in der PET nicht sicher davon ausgegangen werden, dass es sich um einen bösartigen Tumor handelt. Durch die Kombination mit einer Computertomografie (PET/CT) jedoch lässt sich die diagnostische Aussagekraft der PET verbessern.

 

(red)

Quellen:
M. Galanski, K. Lackner: Prinzipien der bildgebenden Diagnostik in der Onkologie, in: H.-J. Schmoll. K. Höffken, K. Possinger (Hrsg.): Kompendium Internistische Onkologie, Springer Verlag 2005, S. 429-448

Letzte inhaltliche Aktualisierung am: 10.09.2014

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Aktualisiert am: 28.07.2017 16:25


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Positronen-Emmission-Tomografie (PET) Die Positronen-Emissions-Tomografie (PET) ist ein so genanntes nuklearmedizinisches Verfahren, das mithilfe von Radionukliden Stoffwechselvorgänge im Körper sichtbar macht. Hintergrund ist der Umstand, dass bösartige Tumoren oft einen deutlich intensiveren Stoffwechsel haben als gutartige Gewebe. Verwendet wird beispielsweise radioaktiv markierter Traubenzucker, wodurch der Zuckerstoffwechsel von Geweben erkennbar wird. Technik Quelle: © dkg-web Dem Patienten wird bei der Untersuchung Traubenzucker gespritzt, der geringe Mengen eines kurzlebigen Strahlers (Positronenstrahler) enthält. Meist handelt es sich um Fluor-18-Desoxyglucose (FDG), weshalb die Untersuchung auch FDG-PET genannt wird. Der markierte Zucker („Tracer“) reichert sich vor allem im Tumorgewebe schnell an und wird dort verstoffwechselt. Über einen Detektor wird die Strahlung (Emission), die der Zucker dabei abgibt, von außen gemessen. Ein Computer verrechnet die Strahlungswerte zu Bildern, auf denen mögliche Tumorherde – je nach PET-Gerät – deutlich als dunkle oder besonders leuchtende Flecken hervortreten. Gegenüber anderen radioaktiven Substanzen (vgl. Abschnitt Szintigraphie) haben Positronenstrahler den Vorteil, dass sie im Körper genau lokalisiert werden können. Dadurch lassen sich auch Tumoren entdecken, die nur wenige Millimeter groß sind und mit anderen Verfahren (z.B. CT, MRT) kaum oder gar nicht gefunden werden könnten. Einsatz Die PET ist ein strahlendiagnostisches Verfahren, der Patient wird also einer Belastung durch radioaktive Strahlen ausgesetzt. Diese ist jedoch relativ gering und nur von kurzer Dauer, denn es werden schwach strahlende Substanzen in sehr geringer Dosis verwendet, die eine kurze Zerfallszeit haben, sich also schnell neutralisieren bzw. ausgeschieden werden. Ein im Vergleich zu anderen Verfahren zusätzlicher Nutzen konnte für die PET allein bisher kaum nachgewiesen werden. Auch bei anderen Erkrankungen als Krebs steigt der Stoffwechsel an, wie etwa bei Entzündungen. Deshalb kann bei einem positiven Befund in der PET nicht sicher davon ausgegangen werden, dass es sich um einen bösartigen Tumor handelt. Durch die Kombination mit einer Computertomografie (PET/CT) jedoch lässt sich die diagnostische Aussagekraft der PET verbessern. (red) Quellen: M. Galanski, K. Lackner: Prinzipien der bildgebenden Diagnostik in der Onkologie, in: H.-J. Schmoll. K. Höffken, K. Possinger (Hrsg.): Kompendium Internistische Onkologie, Springer Verlag 2005, S. 429-448 Letzte inhaltliche Aktualisierung am: 10.09.2014 Weitere Verfahren der Krebsdiagnostik: Themen: Diagnose Aktualisiert am: 28.07.2017 16:25 Twitter Facebook Beratung Prostatakarzinom Wirksamkeit und Verträglichkeit der mCRPC-Erstlinientherapie Auf dem ASCO-Jahrestreffen 2017 wurden aktuelle Daten zur Erstlinientherapie des metastasierten kastrationsresistenten Prostatakarzinoms (mCRPC) vorgestellt. 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