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Krebsrisiko Strahlung

Ausgiebiges Sonnenbaden, Telefonieren mit veralteten Handymodellen und häufiges Röntgen: Strahlung jeglicher Art ist mit Vorsicht zu genießen. In zu hoher Konzentration können bestimmte Strahlungstypen Krebs auslösen. Deshalb sollten einige Sicherheitshinweise beachtet werden.


Strahlung bezeichnet grundsätzlich die Ausbreitung von Teilchenströmen und elektromagnetischen Wellen und den damit verbundenen Energietransport. Es gibt drei verschiedene Strahlungstypen: Ionisierende Strahlung, optische Strahlung und elektromagnetische Felder.

Ionisierende Strahlung

Zur ionisierenden  Strahlung gehört sowohl elektromagnetische Strahlung, die in Form von Gamma- oder Röntgenstrahlung auftritt, sowie Teilchenstrahlung, die Alpha-, Beta- und Neutronenstrahlung umfasst. Die durchschnittliche Strahlungsbelastung wird in Sievert gemessen und gibt Auskunft über die Energiedosis und die biologische Wirkung der Strahlen. Die durchschnittliche Strahlenbelastung in  Deutschland liegt laut aktuellen Untersuchungen des Bundesamtes für Strahlenschutz bei 2,1 Millisievert pro Jahr. 

Die ionisierende Strahlung wird für den Energiegewinn in Kernkraftwerken und vor allem für medizinische Zwecke genutzt. Röntgengeräte und die Computertomographie (CT) sind die wohl bekanntesten Anwendungsmöglichkeiten der ionisierenden Strahlung in der Medizin. Allerdings kann die ionisierende Strahlung die Erbsubstanz verändern und Organe beschädigen. Deshalb ist es äußerst wichtig, ein gewisses Maß an Strahlungseinwirkung nicht zu überschreiten. Der Richtwert von 1 Millisievert pro Jahr sollte durch medizinische oder technische Anwendungen nicht überschritten werden.

Nuklearmedizinische Untersuchungen wiedie Computertomographie oder Szintigraphien haben eine wesentlich höhere Strahlenbelastung als die Röntgendiagnostik. Im Vergleich: Bei einer Herzszintigraphie tritt eine Belastung von 8 Millisievert auf während die Belastung bei einer Röntgenuntersuchung des Brustkorbs nur 0,01 - 0,03 Millisiervert beträgt.

 

Ionisierende Strahlung als Berufsrisiko
Besonders im beruflichen Kontakt mit Radioaktivität ist Vorsicht geboten. Es gelten verbindliche Organdosisgrenzwerte, die nicht überschritten werden dürfen. Der Grenzwert von 20 Millisievert pro Jahr darf bei Menschen, die Strahlung aus beruflichen Gründen ausgesetzt sind, nicht überschritten werden. Jegliches Auftreten von ionisierender Strahlung ist gesundheitsschädlich. Das Einhalten der Grenzwerte verringert lediglich das Risiko an Krebs zu erkranken. Deshalb sollte die Strahlenbelastung auf ein Minimum beschränkt werden.

Elektromagnetische Felder

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Elektromagnetische Felder entstehen immer dann, wenn sich elektrische Ströme und Spannungen verändern. Sie setzen jedoch kein solch hohes Maß an Energie frei wie ionisierende Strahlung und können demnach auch keinen direkten Schaden am Erbmaterial hervorrufen. Allerdings erzeugen sie elektrische Ströme und Felder im Körper, durch die das Gewebe erwärmt und Nerven- und Muskelzellen gereizt werden können. Gemessen wird die elektrische Feldstärke - Stärke und Richtung eines Feldes im Körper - in Volt. Der Grenzwert liegt bei 20 Millivolt pro Meter.

Am bekanntesten sind wohl die elektromagnetischen Felder, die durch das Stromnetz und den Mobilfunk auftreten. Außerdem werden elektromagnetische Felder auch bei einer Magnetresonanztomographie für die bildgebende Diagnostik genutzt.
Besonders wichtig zu beachten ist, dass Herzschrittmacher und andere elektronische Implantate stark von elektromagnetischen Feldern beeinflusst werden können. Für Patienten, die einen Herzschrittmacher oder andere Implantate haben, ist eine Magnetresonanztomographie (MRT) daher als diagnostisches Verfahren nicht geeignet. Die erzeugten elektromagnetischen Felder können den Schrittmacher und die Implantate schwer beschädigen und so das Wohlergehen des Patienten gefährden.


Ein erhöhtes Krebsrisiko konnte im Zusammenhang mit elektromagnetischen Feldern bisher nicht nachgewiesen werden. Im Gegensatz zu anderen bildgebenden Diagnosemethoden gilt das MRT als unbedenklich. Dennoch wird die Wirkung der beim MRT entstehenden elektromagnetischen Felder weiter erforscht.

 

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Elektromagnetische Felder beim Mobilfunk

Beim Telefonieren mit dem Mobiltelefon kommen hochfrequente elektromagnetische Felder zum Einsatz, damit Sprache und Daten übertragen werden können. Doch wie gefährlich sind diese Anwendungen? Die Auswirkungen dieser niedrig dosierten hochfrequenten Strahlung sind bisher noch nicht wissenschaftlich nachgewiesen worden, werden aber weiterhin erforscht. Mit Sicherheit kann die Wärmeeinwirkung der elektromagnetischen Strahlung auf den Körper dokumentiert werden. Diese Wärmeeinwirkung wird durch das Aufnehmen von Energie hervorgerufen und kann in SAR (Spezifische Absorptionsrate) gemessen werden. Wird ein Schwellenwert überschritten, so wird die Wärmeregulierung des Körpers gestört, was auch die Störung von Stoffwechselvorgängen und die Störung bei der Embryonalentwicklung zur Folge haben kann.


Daher ist es sinnvoll, einige Vorsichtsmaßnahmen beim Umgang mit dem Mobiltelefon zu befolgen, bei denen es um die Reduzierung der direkten Einwirkung der Elektromagnetischen Felder auf den Körper geht:

  • Der SAR-Wert eines Handys sollte nicht mehr als 2 Watt pro Kilogramm betragen.
  • Halten Sie Telefonate mit dem Handy möglichst kurz.
  • Telefonieren Sie möglichst nicht bei schlechtem Empfang.
  • Nutzen Sie Headsets.
  • Schreiben Sie mehr Textnachrichten.

Optische Strahlung

Die optische Strahlung ist ein Teilbereich des elektromagnetischen Spektrums mit Wellenlängen im Bereich zwischen 100 Nanometern und 1 Millimeter. Zu ihr gehören Ultraviolette Strahlung (UV-Strahlung), das sichtbare Licht und die Infrarotstrahlung.  Die energiereichste und somit auch gefährlichste Strahlung stellt die UV-Strahlung dar.


Die optische Strahlung existiert zum einen natürlich in Form der Sonneneinstrahlung. Aber auch in der Technik und Medizin kann die optische Strahlung künstlich eingesetzt werden, beispielsweise in Laser, Lampen, LEDs oder Solarien. Im Gegensatz zur natürlichen optischen Strahlung kann die künstliche optische Strahlung nur innerhalb eines begrenzten Bereichs erzeugt werden.

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Optische Strahlung und die Gesundheit

Wird der Körper zu viel optischer Strahlung ausgesetzt, so gilt wie auch bei den anderen Strahlungsarten: Die Gesundheit kann darunter leiden, Haut und Augen können geschädigt werden. Sonnenbrände und mehrfache starke UV-Einwirkung kann die Entstehung von Hautkrebs begünstigen. Außerdem können die Augen durch die hohe Intensität von Infrarotstrahlung beschädigt werden.

Optische Strahlung hat allerdings den Vorteil, dass sie durch verantwortungsbewusstes Verhalten auf ein kaum schädliches Maß eingegrenzt werden kann. Durch Sonnenschutzmittel, das Meiden starker Sonne sowie das Tragen einer Kopfbedeckung und schützender Kleidung stellen die Hauptvorsichtsmaßnahmen dar. Auch beim Baden sollte auf genügend Sonnenschutz geachtet werden. Solarien sollten gemieden werden und bei Einnahme von Medikamenten, welche Wechselwirkungen mit Sonnenlicht aufweisen, sollte man sich grundsätzlich nicht der Sonne aussetzen. Weitere Tipps zum Sonnenschutz finden Sie hier.

 

Service:

Alle wichtigen Grenzwerte und wichtige Neuigkeiten zur Stahlenbelastung und eventuellen Risiken finden Sie auf der Seite des Bundesamtes für Strahenlschutz (BfS) http://www.bfs.de/DE/home/home_node.html

(jk/vm)

 

Quellen:
[1] http://www.bfs.de/DE/themen/emf/netzausbau/wirkung/nachgewiesen/nachgewiesen.html
[2] http://www.bfs.de/DE/themen/opt/einfuehrung/einfuehrung_node.html
[3] https://www.krebsinformationsdienst.de/vorbeugung/risiken/radioaktivitaet-und-roentgenstrahlen.php#inhalt2
[4] http://www.bfs.de/DE/themen/ion/einfuehrung/einfuehrung.html
[5] http://www.bfs.de/DE/themen/ion/umwelt/radon/einfuehrung/einfuehrung.html
[6] https://www.bfs.de/DE/themen/ion/strahlenschutz/grenzwerte/grenzwerte.html
[7] https://www.krebsinformationsdienst.de/untersuchung/kernspintomographie-faq.php
[8] http://www.bfs.de/DE/themen/emf/nff/nff_node.html
[9] http://www.bfs.de/DE/themen/emf/nff/wirkung/niederfrequent-nachgewiesen/niederfrequent-nachgewiesen.html
[10] [http://www.bfs.de/DE/themen/emf/nff/wirkung/niederfrequent-nachgewiesen/niederfrequent-nachgewiesen.html
[11] https://www.krebsinformationsdienst.de/vorbeugung/risiken/elektrosmog.php
[12] http://www.bfs.de/DE/themen/emf/mobilfunk/wirkung/wirkung_node.html
[13] http://www.bfs.de/DE/themen/emf/hff/wirkung/hff-nachgewiesen/hff-nachgewiesen.html

Letzte inhaltliche Aktualisierung am: 18.05.2017

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Aktualisiert am: 22.06.2017 16:10