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Krebsregister

Was ist ein Krebsregister?

Quelle: © carlosseller - Fotolia.com

Wie häufig ist Krebs in der Bevölkerung? Welche Therapien bekommen Krebspatienten und wie verläuft ihre Krankheit? Solche Informationen bietet das Krebsregister.
Das Krebsregister ist eine systematische Sammlung von Informationen in Form einer Datenbank zu Tumorerkrankungen. Das Zentrum für Krebsregisterdaten (ZfKD) im Robert Koch-Institut führt die Daten der epidemiologischen Landeskrebsregister auf Bundesebene zusammen und prüft sie auf Vollständigkeit und Plausibilität. Datenschutz ist dabei stets gewährleistet.

Unterschied zwischen epidemiologischem und klinischem Krebsregister

Unterschieden wird zwischen epidemiologischem und klinischem Krebsregister, die im Idealfall zusammenarbeiten und Informationen austauschen. Bei epidemiologischen Krebsregistern geht es um die bevölkerungsbezogene Analyse: Sie beobachten wie häufig bestimmte Krebsarten in einer Region vorkommen. Daten über das Auftreten und die Häufigkeit von Krebserkrankungen, ihre Verteilung nach Alter, Geschlecht und Wohnort der Patientinnen und Patienten sowie über deren Überlebenszeit werden erhoben, gespeichert und verarbeitet. Die Informationen dienen dazu, Präventions- und Früherkennungsprogramme zu entwickeln oder Krebsursachen und Risikofaktoren zu erforschen.
Typische Fragen, die mit den Daten eines epidemiologischen Registers beantwortet werden können, sind etwa: Trifft es zu, dass in Deutschland jeder Vierte an Krebs erkrankt? Welche Krebsformen treten heute häufiger als früher auf? Welches sind die Ursachen für Blutkrebserkrankungen im Kindesalter? Ist fettreiche Ernährung ein Risikofaktor für Darmkrebs? Haben sich Präventions- und Früherkennungsprogramme positiv ausgewirkt?
In klinischen Krebsregistern werden Daten nur auf Basis der Behandlungszentren erfasst - unabhängig von der regionalen Herkunft der Patienten. Sie dienen der Qualitätssicherung in der Versorgung krebskranker Menschen. Daten von der Diagnose über einzelne Behandlungsschritte und die Nachsorge bis hin zu Rückfällen, Überleben und Tod werden erfasst und ausgewertet, um so die Behandlung von Tumorerkrankungen zu verbessern. Welche Therapieoptionen Erfolg zeigen oder ob Leitlinien der medizinischen Fachgesellschaften Erfolg zeigen – solche Fragen können dank dem klinischen Krebsregister beantwortet werden.

Bundeskrebsregisterdatengesetz (BKRG)

Im April 2013 trat das Bundeskrebsregisterdatengesetz (BKRG) in Kraft. Wesentliche Inhalte des Gesetzes sind die Weiterentwicklung der Krebsfrüherkennung und Qualitätssicherung durch klinische Krebsregister, die flächendeckend durch die Bundesländer einzurichten sind. Das BKRG regelt die bundesweite Zusammenführung und Auswertung der Landeskrebsregisterdaten. Hintergrund ist die Umsetzung des Nationalen Krebsplans, dessen Ziel es ist, die Versorgung krebskranker Menschen in Deutschland zu verbessern. Hier können Sie den kompletten Gesetzestext ansehen. Das Zentrum für Krebsregisterdaten führt diese Daten zusammen und überprüft sie auf Vollständigkeit und Plausibilität, sodass bundesweit Zahlen für alle Krebsneuerkrankungen zur Verfügung stehen. Außerdem schätzt das ZfKD die Vollzähligkeit der Erkrankungsmeldungen in den Landeskrebsregistern, die ein wesentliches Qualitätskriterium der epidemiologischen Krebsregistrierung ist. Die Ergebnisse kann man hier nachlesen.

 

Vollständigkeit der Krebsregister

Eine kontinuierliche flächendeckende Datenerfassung wurde zwischen 1967 (Saarland) und 2009 (Baden-Württemberg) begonnen. Nach der aktuellen Schätzung erreichen für das Jahr 2010 bereits neun Bundesländer eine geschätzte Vollzähligkeit von mindestens 90 %, sieben Bundesländer sogar von über 95 %. Damit hat der Erfassungsgrad in den letzten zehn Jahren erheblich zugenommen. Noch bestehende Defizite sollen durch Anpassungen von Landesgesetzen und die Erarbeitung technischer Lösungen in den nächsten Jahren beseitigt werden.

Letzte inhaltliche Aktualisierung: 14.08.2014

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    Aktualisiert am: 22.08.2017 16:14


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Quelle: © carlosseller - Fotolia.com Wie häufig ist Krebs in der Bevölkerung? Welche Therapien bekommen Krebspatienten und wie verläuft ihre Krankheit? Solche Informationen bietet das Krebsregister. Das Krebsregister ist eine systematische Sammlung von Informationen in Form einer Datenbank zu Tumorerkrankungen. Das Zentrum für Krebsregisterdaten (ZfKD) im Robert Koch-Institut führt die Daten der epidemiologischen Landeskrebsregister auf Bundesebene zusammen und prüft sie auf Vollständigkeit und Plausibilität. Datenschutz ist dabei stets gewährleistet. Unterschied zwischen epidemiologischem und klinischem Krebsregister Unterschieden wird zwischen epidemiologischem und klinischem Krebsregister, die im Idealfall zusammenarbeiten und Informationen austauschen. Bei epidemiologischen Krebsregistern geht es um die bevölkerungsbezogene Analyse: Sie beobachten wie häufig bestimmte Krebsarten in einer Region vorkommen. Daten über das Auftreten und die Häufigkeit von Krebserkrankungen, ihre Verteilung nach Alter, Geschlecht und Wohnort der Patientinnen und Patienten sowie über deren Überlebenszeit werden erhoben, gespeichert und verarbeitet. Die Informationen dienen dazu, Präventions- und Früherkennungsprogramme zu entwickeln oder Krebsursachen und Risikofaktoren zu erforschen. Typische Fragen, die mit den Daten eines epidemiologischen Registers beantwortet werden können, sind etwa: Trifft es zu, dass in Deutschland jeder Vierte an Krebs erkrankt? Welche Krebsformen treten heute häufiger als früher auf? Welches sind die Ursachen für Blutkrebserkrankungen im Kindesalter? Ist fettreiche Ernährung ein Risikofaktor für Darmkrebs? Haben sich Präventions- und Früherkennungsprogramme positiv ausgewirkt? In klinischen Krebsregistern werden Daten nur auf Basis der Behandlungszentren erfasst - unabhängig von der regionalen Herkunft der Patienten. Sie dienen der Qualitätssicherung in der Versorgung krebskranker Menschen. Daten von der Diagnose über einzelne Behandlungsschritte und die Nachsorge bis hin zu Rückfällen, Überleben und Tod werden erfasst und ausgewertet, um so die Behandlung von Tumorerkrankungen zu verbessern. Welche Therapieoptionen Erfolg zeigen oder ob Leitlinien der medizinischen Fachgesellschaften Erfolg zeigen – solche Fragen können dank dem klinischen Krebsregister beantwortet werden. Bundeskrebsregisterdatengesetz (BKRG) Im April 2013 trat das Bundeskrebsregisterdatengesetz (BKRG) in Kraft. Wesentliche Inhalte des Gesetzes sind die Weiterentwicklung der Krebsfrüherkennung und Qualitätssicherung durch klinische Krebsregister, die flächendeckend durch die Bundesländer einzurichten sind. Das BKRG regelt die bundesweite Zusammenführung und Auswertung der Landeskrebsregisterdaten. Hintergrund ist die Umsetzung des Nationalen Krebsplans, dessen Ziel es ist, die Versorgung krebskranker Menschen in Deutschland zu verbessern. Hier können Sie den kompletten Gesetzestext ansehen. Das Zentrum für Krebsregisterdaten führt diese Daten zusammen und überprüft sie auf Vollständigkeit und Plausibilität, sodass bundesweit Zahlen für alle Krebsneuerkrankungen zur Verfügung stehen. Außerdem schätzt das ZfKD die Vollzähligkeit der Erkrankungsmeldungen in den Landeskrebsregistern, die ein wesentliches Qualitätskriterium der epidemiologischen Krebsregistrierung ist. Die Ergebnisse kann man hier nachlesen. Vollständigkeit der Krebsregister Eine kontinuierliche flächendeckende Datenerfassung wurde zwischen 1967 (Saarland) und 2009 (Baden-Württemberg) begonnen. Nach der aktuellen Schätzung erreichen für das Jahr 2010 bereits neun Bundesländer eine geschätzte Vollzähligkeit von mindestens 90 %, sieben Bundesländer sogar von über 95 %. Damit hat der Erfassungsgrad in den letzten zehn Jahren erheblich zugenommen. Noch bestehende Defizite sollen durch Anpassungen von Landesgesetzen und die Erarbeitung technischer Lösungen in den nächsten Jahren beseitigt werden. (red) Quellen: www.krebsdaten.de www.krebsdaten.de/Krebs/DE/Content/ZfKD/gesetzl_grundlagen/bkrg.pdf?__blob=publicationFile www.krebsdaten.de/Krebs/DE/Content/Methoden/Vollzaehligkeitsschaetzung/vollzaehligkeitsschaetzung_node.html Letzte inhaltliche Aktualisierung: 14.08.2014 Mehr zum Thema Allgemeine Informationen über Krebs: Quelle: © Minerva Studio - fotolia.com Klassifikation von Tumoren Um die Behandlung planen und die geeigneten Therapien heraussuchen zu können, wird der Tumor nach international gebräuchlichen Kriterien klassifiziert. Diese Kriterien ermöglichen es, die anatomische Ausbreitung eines Tumors einheitlich zu klassifizieren und verschiedenen Stadien zuzuordnen. Weiterlesen Klassifikation von Tumoren Themen: Diagnose Klassifikation Leben mit Krebs Quelle: © vege - fotolia.com Krebshäufigkeit - die aktuellen Zahlen Auskunft über die Krebshäufigkeit in Deutschland gibt in regelmäßigen Abständen die Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister in Deutschland e.V. in Zusammenarbeit mit dem Robert Koch-Institut in Berlin. Einbezogen werden dabei alle Neuerkrankungen, unabhängig davon, ob die betroffene Person das erste Mal einen bösartigen Tumor hat oder bereits eine andere Karzinomerkrankung vorlag. Weiterlesen Krebshäufigkeit - die aktuellen Zahlen Themen: Leben mit Krebs Quelle: © lily - fotolia.com Genetisch bedingter Krebs Wenn sich Krebserkrankungen in der Familie häufen, kommt leicht die Sorge auf, dass eine Veranlagung dahinter stecken könnte. Doch gibt es erbliche Formen überhaupt bei allen Tumorarten? Sind bei einer genetischen Disposition potenziell alle Angehörigen betroffen? Und kann man vorbeugend etwas tun? Weiterlesen Genetisch bedingter Krebs Themen: Krebsfrüherkennung Prävention Leben mit Krebs Themen: Aktualisiert am: 22.08.2017 16:14 Twitter Facebook Beratung Sarkome Zielgerichtete Therapien bei GIST PD Dr. Peter Reichardt berichtet im Interview über die Entwicklung zielgerichteter Therapien bei der Behandlung von GIST. Dabei betont er die Bedeutung der Mutationsanalyse sowie des Therapiemanagements für eine erfolgreiche Behandlung. Mit freundlicher Unterstützung der Pfizer Pharma GmbH. >> Weiterlesen Alle News anzeigen Lungenkrebs Pembrolizumab beim fortgeschrittenen NSCLC Kürzlich wurde die Zulassung für Pembrolizumab auf die Erstlinientherapie von Patienten die mit einer PD-L1-Expression ≥ 50% im Tumor erweitert. Prof. Martin Reck (Grosshansdorf), der die Daten auf einem Symposium beim DGP-Kongress vorstellte, erläutert ihre klinische Bedeutung. Prof. Wilko Weichert (München) beleuchtete Aspekte der PD-L1-Testung. >> Weiterlesen Alle Termine anzeigen Wir befolgen den HONcode Standard für vertrauensvolle Gesundheits- informationen. Kontrollieren Sie dies hier. Kontakt | Impressum | Datenschutz | Haftungsausschluss | Sitemap Krebsregister, epidemiologie, daten, Häufigkeit, Krebserkrankung Onko Internetportal, , Den Artikel lesen: Klassifikation von Tumoren, Labor, Quelle: © Minerva Studio - fotolia.com, Den Artikel lesen: Krebshäufigkeit - die aktuellen Zahlen, Lupe auf Menschenmenge, Quelle: © vege - fotolia.com, Den Artikel lesen: Genetisch bedingter Krebs, Zellen, Quelle: © lily - fotolia.com, Beratung, Alle News anzeigen, Alle Termine anzeigen, afgis-Qualitätslogo mit Ablauf 2017/02: Mit einem Klick auf das Logo öffnet sich ein neues Bildschirmfenster mit Informationen über Deutsche Krebsgesellschaft e.V. und sein/ihr Internet-Angebot: www.krebsgesellschaft.de, Diese Web Seite ist von der Health On the Net Stiftung akkreditiert: Klicken Sie, um dies zu überprüfen, Kontakt zum Onko-Internetportal, Impressum des Onko-Internetportals, Datenschutz, Haftungsausschluss des Onko-Internetportals, Sitemap', '87ffd6934f9b5bdfd7b6fb34851772ca')) thrown in system/modules/core/library/Contao/Database/Statement.php on line 295
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    #7 {main}