Zweitkrebs nach Melanom

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Das Risiko ist erhöht.

Wer an einem Melanoma in situ erkrankt ist, also schwarzem Hautkrebs, der sich noch nicht über seinen Entstehungsort hinaus ausgebreitet hat, muss gewahr sein, womöglich bald auch eine zweite Krebserkrankung entwickeln zu können. Das Risiko dafür ist jedenfalls erhöht, so ein Bericht in der Fachzeitschrift Cancer Epidemiology.

In der rückblickenden bevölkerungsbasierten Studie untersuchten Forscher die Daten von 90.075 Patienten, bei denen in den Jahren 1973 bis 2015 ein Melanoma in situ diagnostiziert und behandelt worden war. Sie erkrankten in den Folgejahren im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung signifikant häufiger an einem zweiten bösartigen Tumor. Andere potenzielle Einflussfaktoren wie Alter, Geschlecht und Beobachtungszeitraum wurden bei der Analyse berücksichtigt.

Je mehr Melanoma in situ bei einer Person gefunden wurden, desto höher war das Risiko für eine zweite Krebserkrankung. Bei drei oder mehr Melanomen war es vier- bis fünffach höher als bei der Allgemeinbevölkerung. Die Studienautoren schließen aus ihren Beobachtungen, dass Personen, die an einem Melanoma in situ erkrankt sind, engmaschige Screeninguntersuchungen für weitere Krebserkrankungen durchführen lassen sollten, um eventuelle Tumoren frühzeitig zu bemerken und zu behandeln.

 

Quelle:

Ulanja MB et al. Second primary malignancies in patients with melanoma in situ: Insights from the surveillance, epidemiology, and end results program. Cancer Epidemiology 2021, 72:101932; https://doi.org/10.1016/j.canep.2021.101932

 

(KvK)

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Zuletzt aufgerufen am: 16.09.2021 14:10