Zweite Krebserkrankung nach Brustkrebs

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Übergewicht ist offenbar ein Risikofaktor.

Nach einer ersten Brustkrebserkrankung haben die Betroffenen ein erhöhtes Risiko, eine zweite Krebserkrankung zu entwickeln. Dabei hängt dieses Risiko auch vom Körpergewicht ab, wie Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Journal of the National Cancer Institute berichteten.

In der rückblickenden Analyse werteten die Forscher die Daten von 6.481 Patientinnen aus, die eine erste Brustkrebserkrankung überstanden hatten. 822 von ihnen und damit knapp 13 Prozent erkrankten an einem zweiten bösartigen Tumor, wobei die Beobachtungszeit gute sieben Jahre betrug. Bei der Erstdiagnose der Brustkrebserkrankung waren sie durchschnittlich 61 Jahre alt gewesen.

Das Risiko, im weiteren Lebensverlauf erneut an Krebs zu erkranken, stieg bei höherem Body Mass Index (BMI), der anzeigt, ob Unter-, Normal- oder Übergewicht vorliegt, an. Dies galt sowohl für Krebserkrankungen an sich als auch für einen zweiten Brustkrebs und für einen zweiten hormonempfindlichen Brustkrebs.

Auf einen gesunden Lebensstil mit ausgewogener Ernährung und viel körperlicher Bewegung zu achten und damit ein normales Körpergewicht zu halten, kann womöglich helfen, das nach einer Brustkrebserkrankung erhöhte Risiko für einen zweiten bösartigen Tumor zu senken.

 

Quelle:

Feigelson HS et al. Body Mass Index and Risk of Second Cancer among Women with Breast Cancer. Journal of the National Cancer Institute, Onlinevorabveröffentlichung am 5. April 2021, djab053, https://doi.org/10.1093/jnci/djab053

 

(KvK)

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Zuletzt aufgerufen am: 16.09.2021 18:10