Zusammenhang zwischen Gewichtszunahme und Prostatakrebsrisiko

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Eine starke Zunahme an Körpergewicht im Erwachsenenalter erhöht das Risiko für Prostatakrebs.

Im Erwachsenenalter viel an Körpergewicht zuzulegen ist in mehrfacher gesundheitlicher Hinsicht ungünstig – auch in puncto Prostatakrebs. Dies zeigen die Ergebnisse einer Studie, die kürzlich in der Fachzeitschrift International Journal of Cancer veröffentlicht wurden.

In dieser Überblicksstudie werteten die Forscher neun Studien mit insgesamt fast 500.000 Teilnehmern und rund 22.000 Patienten mit Prostatakrebs aus, die zu dem Thema Körpergewicht und Prostatakrebs in medizinischen Fachzeitschriften publiziert worden waren. Sie stellten über alle Studien hinweg einen Zusammenhang zwischen einer Zunahme des Körpergewichts im Erwachsenenalter um mehr als 30 kg und einem erhöhten Risiko für Prostatakrebs fest. Für Prostatakrebs mit niedriger bis hoher Gefahr für einen ungünstigen Krankheitsverlauf begann die Risikosteigerung schon bei einer Gewichtszunahme von mehr als 15 kg. Zudem zeigte sich eine „dosisabhängige“ Steigerung des relativen Risikos für Hoch-Risiko-Prostatakrebs und für tödlich endenden Prostatakrebs pro 5 kg Gewichtszunahme.

Das Körpergewicht auch im Erwachsenenalter weitgehend stabil zu halten, sei in Hinsicht auf Prostatakrebs vorteilhaft, so die Studienautoren. Der Zusammenhang zwischen einer größeren Gewichtszunahme im Erwachsenenalter und einem erhöhten Risiko, an Prostatakrebs zu erkranken oder gar zu versterben, sei über alle Studien hinweg deutlich geworden.

 

Quelle:

Chen, Q. et al.: Adult weight gain and risk of prostate cancer: A dose–response meta-analysis of observational studies. International Journal of Cancer 2016, 138(4):866-874

 

(kvk)

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Aktualisiert am: 22.09.2017 14:22