Zusätzliche Strahlentherapie nach Operation bei Merkelzellkarzinom

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Dies kann die lokale Kontrolle des Tumors verbessern und verhindert so wirkungsvoll einen Rückfall.

Nach der Operation kann eine unterstützende, sogenannte adjuvante Strahlentherapie bei Merkelzellkarzinom die Aussichten für die Patienten offenbar deutlich verbessern. Das geht aus den Ergebnissen einer Studie hervor, die in der Fachzeitschrift Journal of the American Academy of Dermatology veröffentlicht wurden.

In der Studie wurden die Daten von 188 Patienten mit Merkelzellkarzinom untersucht, die sich einer Operation unterzogen hatten. Bei keinem war eine Lymphknotenbeteiligung nachgewiesen worden. Die meisten Patienten hatten zusätzlich eine adjuvante Strahlentherapie erhalten, einige jedoch nicht. Tendenziell hatten die Patienten, die mit einer adjuvanten Strahlentherapie behandelt worden waren, ein höheres Risiko für einen Rückfall, also zum Beispiel einen größeren Tumor, positive Tumorränder nach der Operation oder ein angeschlagenes Immunsystem.

Bei den Patienten, die eine adjuvante Strahlentherapie erhalten hatten, konnte eine gute lokale Kontrolle des Tumors erreicht werden. Dies galt unabhängig davon, ob der Tumor weit oder weniger weit im gesunden Gewebe herausgeschnitten worden war. Nur ein Prozent der Patienten mit großem tumorfreiem Operationsrand und ein Prozent der Patienten mit kleinem tumorfreiem Operationsrand erlitten einen Rückfall.

Auch wenn es sich nur um eine rückblickende Studie handelte, wie die Studienautoren einschränkend bemerken, verweisen die Ergebnisse dennoch darauf, dass die adjuvante Strahlentherapie die Überlebensaussichten von Patienten mit Merkelzellkarzinom verbessern kann. 

 

Quelle:

Tarabadkar TS et al. Narrow excision margins are appropriate for Merkel cell carcinoma when combined with adjuvant radiation: Analysis of 188 cases of localized disease and proposed management algorithm. Journal of the American Academy of Dermatology 2021, 84(2):340-7

 

(KvK)

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Zuletzt aufgerufen am: 27.09.2021 08:08