Zielgerichtete Therapie und Immuntherapie beim malignen Melanom miteinander kombinieren

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In bestimmten Fällen kann dies die Überlebensaussichten verbessern. 

Bei fortgeschrittenem malignem Melanom, also schwarzem Hautkrebs, haben sich unter bestimmten Voraussetzungen sowohl BRAF/MEK-Hemmer als auch eine Immuntherapie mit sogenannten Checkpointhemmern bewährt. Nun wurden in der Fachzeitschrift Lancet Studienergebnisse präsentiert, die in bestimmten Fällen für eine Kombination dieser Wirkstoffe sprechen.

Die Phase III-Studie wurden an 112 Kliniken in 20 Ländern durchgeführt. Teilnehmer waren 514 Patienten mit nicht-operablem malignem Melanom im Stadium IIIc-IV, bei dem eine BRAF V600-Mutation vorlag. Sie erhielten eine Therapie mit BRAF/MEK-Hemmern und zusätzlich einen Checkpoint-PD-L1-Hemmer oder ein Scheinmedikament (Placebo).

Infolge der zusätzlichen Immuntherapie verlängerte sich das Überleben, ohne dass die Krankheit weiter voranschritt, signifikant. Die Häufigkeit an Nebenwirkungen war in beiden Gruppen ähnlich. 

Offenbar kann es bei Patienten mit fortgeschrittenem BRAF V600-mutiertem schwarzem Hautkrebs Vorteile bringen, wenn zusätzlich zur BRAF/MEK-Hemmung eine Immuntherapie mit einem PD-L1-Blocker durchgeführt wird – so das Fazit der Studienautoren.

 

Quelle:

Gutzmer R et al. Atezolizumab, vemurafenib, and cobimetinib as first-line treatment for unresectable advanced BRAFV600 mutation-positive melanoma (IMspire150): primary analysis of the randomised, double-blind, placebo-controlled, phase 3 trial. The Lancet, Onlinevorabveröffentlichung am 13. Juni 2020, DOI:https://doi.org/10.1016/S0140-6736(20)30934-X

 

(KvK)

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Zuletzt aufgerufen am: 02.07.2020 13:43