Zielgerichtete Therapie bei fortgeschrittenem nicht-kleinzelligem Lungenkrebs

Nachricht vom 04.12.2023

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Ein RET-Hemmer in der Ersttherapie kann unter Umständen das Überleben verbessern.

Bei metastasiertem nicht-kleinzelligem Lungenkrebs kann unter bestimmten Umständen eine zielgerichtete Therapie mit einem RET-Hemmer im Vergleich zur Chemotherapie mit oder ohne Immuntherapie das Überleben, ohne dass die Krankheit weiter voranschreitet, verlängern. Das zeigen die Ergebnisse einer Studie 3-Studie, die in der Fachzeitschrift New England Journal of Medicine veröffentlicht wurden.

An der Studie beteiligten sich 212 Patienten, die an metastasiertem nicht-kleinzelligem Lungenkrebs erkrankt waren. Bei allen lag eine bestimmte Veränderung in den Krebszellen vor, eine sogenannte RET-Mutation, die eine Voraussetzung dafür ist, dass RET-Hemmer wirken können. Die Teilnehmer, die zuvor noch nicht behandelt worden waren, erhielten entweder den RET-Hemmer oder eine platinbasierte Chemotherapie mit oder ohne PD1-Hemmer.

In der RET-Hemmergruppe wurde ein signifikant längeres Überleben, ohne dass die Krankheit weiter voranschritt, erreicht. Auch die Rate des objektiven Ansprechens war höher als in der Kontrollgruppe. Neue, aus den ersten Studien mit dem RET-Hemmer unbekannte Nebenwirkungen traten nicht auf.

Die Erstlinientherapie mit dem RET-Hemmer verlängerte in dieser Studie bei den Patienten mit RET-mutiertem, metastasiertem nicht-kleinzelligem Lungenkrebs das Überleben, ohne dass die Krankheit weiter voranschritt, so die Zusammenfassung der Studienautoren. 

 

Quelle:

Zhou C et al. First-Line Selpercatinib or Chemotherapy and Pembrolizumab in RET Fusion–Positive NSCLC. New England Journal of Medicine 2023; 389:1839-50

 

(kvk)

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