Woran sterben Lungenkrebspatienten?

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Die Krebserkrankung selbst ist in den Jahren nach der Diagnose die häufigste Todesursache bei Patienten mit nicht-kleinzelligem Lungenkrebs. Doch auch Herzkreislauferkrankungen und chronische Lungenkrankheiten führen nicht selten zum Tod

Nicht-kleinzelliger Lungenkrebs ist eine aggressive Erkrankung, die die meisten seiner Todesopfer innerhalb der ersten fünf Jahre nach der Diagnose fordert. Wissenschaftler stellten sich in einer Studie die Frage, woran die Patienten überhaupt sterben. Ihrem Bericht in der Fachzeitschrift Annals of Oncology zufolge sind es nicht selten auch Herzkreislauferkrankungen und chronisch obstruktive Lungenerkrankungen (COPD), die zum Tode führen.

Die Forscher analysierten die Daten von rund 72.000 Patienten im Alter von 45 bis 89 Jahren, die in den Niederlanden zwischen 1989 und 2008 die Diagnose nicht-kleinzelliges Lungenkarzinom im Stadium I-III erhielten und bis zum Jahr 2011 verstarben. Innerhalb der ersten sechs Jahre nach der Diagnose war der Lungenkrebs selbst die häufigste Todesursache. Sein Anteil an allen Sterbefällen ging mit den Jahren zurück, blieb aber immer über 30 Prozent. Demgegenüber drängten sich Herzkreislauferkrankungen und COPD als Todesursachen zunehmend in den Vordergrund, insbesondere bei Patienten, die bei der Diagnose älter als 60 Jahre waren.

Bei der medizinischen Betreuung von Patienten mit nicht-kleinzelligem Lungenkrebs müsse auch auf mögliche Begleiterkrankungen und ihre Therapien Augenmerk gelegt werden, so die Schlussfolgerung der Studienautoren.

 

Quelle:

Janssen-Heijnen, M. L. G. et al.: Variation in causes of death in patients with non-small cell lung cancer according to stage and time since diagnosis. Annals of Oncology, Onlinevorabveröffentlichung am 11. Februar 2015, doi: 10.1093/annonc/mdv061

(kvk)

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Aktualisiert am: 25.05.2017 17:35