Wie die Gene die Sterblichkeit an Prostatakrebs beeinflussen

Angaben zum Autor und/oder zum Fachberater finden Sie am Ende des Beitrags.

Eine große Studie konnte keinen Zusammenhang zwischen häufigen Genvarianten und der Sterblichkeit an Prostatakrebs nachweisen

Um Prognosen bei Krebserkrankungen abschätzen zu können und dadurch eine bessere Basis für die Entscheidung zu haben, wie intensiv eine Therapie sein muss, kann es lohnen, den Einfluss der Gene zu berücksichtigen – sofern ein solcher besteht. Im Falle von Prostatakrebs konnten Wissenschaftler in der genomweiten Assoziationsstudie bislang keinen Einfluss von Genen auf die Sterblichkeit feststellen. Sie berichteten darüber in der Fachzeitschrift Cancer Epidemiology, Biomarkers & Prevention.

Das internationale Forscherteam führte eine genomweite Analyse zur Prostatakrebssterblichkeit anhand der Daten von mehr 24.000 Patienten durch, von denen knapp 15 Prozent gestorben waren. Dabei fanden sich zwischen den untersuchten Genvarianten und dem Überleben bzw. der Sterblichkeit an Prostatakrebs keine statistisch signifikanten Zusammenhänge. 

Die häufig vorkommenden Genvarianten, so die Schlussfolgerung der Studienautoren, hätten offenbar keinen großen Einfluss auf die Sterblichkeit an Prostatakrebs gehabt. Nun müsse untersucht werden, wie es sich mit seltenen Genvarianten verhalte. Desweiteren sei noch nicht auszuschließen, dass häufige Genvarianten kleine Effekte verursachten – auch dies ein weiteres Untersuchungsfeld der Wissenschaftler für die Zukunft.

 

Quelle:

Szulkin, R. et al.: Genome-Wide Association Study of Prostate Cancer–Specific Survival. Cancer Epidemiology, Biomarkers & Prevention 2015 24(11):1-5

 

(kvk)

Zur Nachrichtenübersichtsseite

Weitere Nachrichten zum Thema Krebs:

Zurück

Aktualisiert am: 21.07.2017 16:59