Wenn triple-negativer Brustkrebs zurückkehrt

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Eine Kombination aus Chemo- und Immuntherapie erweist sich in einer Studie als wirksam.

Bei Patientinnen mit triple-negativem Brustkrebs, der sich bereits mit Metastasen in andere Organe ausgebreitet hat, kann eine Immuntherapie mit einem PD-1-Blocker die Überlebensaussichten verbessern. Nun hatte sich bereits in Zwischenanalysen der Phase III-Studie KEYNOTE-355 gezeigt, dass bei einem lokalen Rückfall von triple-negativem Brustkrebs eine Kombination des PD-1-Blockers mit einer Chemotherapie im Vergleich zur Chemotherapie allein Vorteile bringen kann. Nun wurden die guten Behandlungsergebnisse auf dem San Antonio Breast Cancer Symposium (SABCS) bestätigt, das im Dezember 2020 in virtueller Form abgehalten wurde.

847 Patientinnen nahmen an der Studie teil. Alle hatten bei triple-negativem Brustkrebs einen lokalen Rückfall erlebt. Nun wurden sie mit entweder Chemotherapie plus Placebo oder Chemotherapie plus einem Checkpoint-PD-1-Blocker behandelt. 

Die Kombination aus Chemo- und Immuntherapie erwies sich als wirksamer: In dieser Patientinnengruppe war das Überleben, ohne dass die Krankheit weiter voranschritt, besser, ebenso die Ansprechraten auf die Behandlung. Die Immuntherapie konnte ihre zusätzliche Wirkung entfalten, selbst wenn auf den Tumorzellen nur wenig PD-L1 ausgebildet wurde.

Nach Ansicht der Studienautoren sprechen die Ergebnisse dafür, die Kombination aus PD-1-Blockade und Chemotherapie bei Patientinnen mit wiedergekehrtem fortgeschrittenem triple-negativem Brustkrebs als Ersttherapie zu empfehlen.

 

Quelle:

Rugo HS et al. GS3-01. Additional efficacy endpoints from the phase 3 KEYNOTE-355 study of pembrolizumab plus chemotherapy vs placebo plus chemotherapy as first-line therapy for locally recurrent inoperable or metastatic triple-negative breast cancer. SABCS 2020, Abstr. GS3-01

 

(KvK)

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Zuletzt aufgerufen am: 29.07.2021 14:38