Wenn sich heller Hautkrebs in die Knochen ausbreitet

Nachricht vom 19.02.2022

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In seltenen Fällen breiten sich Basalzellkarzinome in die Knochen aus. Es gilt deshalb, sie möglichst frühzeitig zu erkennen und zu behandeln.

Basalzellkarzinom, die zum hellen Hautkrebs gezählt werden, breiten sich nur selten im Körper aus. Doch in einigen Fällen zeigen sie ein aggressives Verhalten und bilden Tochtergeschwülste, sogenannte Metastasen, in den Knochen. Dies sollte möglichst verhindert oder gegebenenfalls frühzeitig bemerkt werden, um heilende Maßnahmen einleiten zu können. Das bestätigen die Ergebnisse einer Studie, die in der Fachzeitschrift Journal of the American Academy of Dermatology veröffentlicht wurde.

Bei der Studie handelte es sich um ein systematisches Review und eine gepoolte Analyse, in der die Daten aus insgesamt 70 Veröffentlichungen einbezogen wurden. 101 Patienten wurden ermittelt, bei denen sich ein Basalzellkarzinom in die Knochen ausgebreitet hatte. Die Ausgangstumoren waren oftmals groß, in vielen Fällen waren sie von den Betroffenen ignoriert worden, obwohl sie sich im Gesicht befanden. 

Die Wahrscheinlichkeit, dass die Tumoren innerhalb von fünf Jahren wiederkehrten, obwohl bei der Operation der Tumor vollständig entfernt worden war (negative Tumorränder), betrug 30 Prozent. Und auch das Risiko, dass die Krankheit weiter voranschreiten würde oder dass die Patienten an den Folgen des Tumors versterben würden, war im Vergleich zum sonstigen Krankheitsverlauf bei Basalzellkarzinom hoch. 

Die Ergebnisse der Untersuchung zeigten, dass auch beim Basalzellkarzinom die Früherkennung und Behandlung wichtig sei, so die Einschätzung der Studienautoren.

 

Quelle:

Russell E et al. Basal cell carcinoma with bone invasion: A systematic review and pooled survival analysis. Journal of the American Academy of Dermatology 2022, 86(3):621-7

 

(kvk)

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