Wenn metastasierter nicht-kleinzelliger Lungenkarzinom weiter voranschreitet

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Eine Immuntherapie kann unter Umständen gut wirken, selbst wenn andere Therapie bereits versagt haben.

Wenn nicht-kleinzelliger Lungenkrebs, der sich schon mit Metastasen in andere Organe ausgebreitet hat, trotz mehrfacher Therapien weiter voranschreitet, wird die Behandlung immer schwieriger. Eine Immuntherapie mit einem Checkpoint-PD-L1-Blocker könnte in diesem Fall eine Option sein – insbesondere dann, wenn die Tumorzellen viel PD-L1 und damit einen guten Angriffspunkt für den Wirkstoff bilden. Das berichteten Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Annals of Oncology.

An der Studie nahmen Patienten mit metastasiertem nicht-kleinzelligem Lungenkrebs teil, der trotz mehrfacher Therapien weiter voranschritt. Bei einigen bildeten die Tumorzellen viel PD-L1, bei anderen nicht. Die Teilnehmer erhielten als neue Therapie einen PD-L1-Blocker mit oder ohne Anti-CTLA-4-Antikörper oder eine Standardtherapie. 

Die Immuntherapie zahlte sich aus: Die Gesamtüberlebenszeiten unter dieser Behandlung waren besser als unter der Standardtherapie. Besonders profitierten Patienten, bei denen der Tumor viel PD-L1 bildete. Bei ihnen konnte auch das weitere Voranschreiten der Krankheit mit der Immuntherapie länger aufgehalten werden als mit der Standardtherapie. 

Die Immuntherapie war zudem verträglicher als die Standardtherapie. Nach Ansicht der Studienautoren könne sie für bereits mehrfach vorbehandelte Patienten mit metastasiertem nicht-kleinzelligem Lungenkrebs, der viel PD-L1 bildet, eine gute Behandlungsoption sein.

 

Quelle:

Planchard D et al. ARCTIC: durvalumab with or without tremelimumab as third-line or later treatment of metastatic non-small-cell lung cancer. Annals of Oncology, Onlinevorabveröffentlichung am 20. Februar 2020, doi: 10.1016/j.annonc.2020.02.006.

 

(KvK)

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Zuletzt aufgerufen am: 22.10.2020 16:24