Wenn Gallengangskrebs wiederkehrt

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Weitere Chemotherapien sind möglich, wenn der Krebs nach einer ersten Chemotherapie zurückkehrt.

Bei fortgeschrittenem Gallengangskrebs erhalten die Betroffenen in der Ersttherapie mit Chemotherapie standardmäßig Gemcitabin und Platin. Doch wie sieht es mit einer zweiten Chemotherapie aus, wenn die erste versagt hat? Dem gingen Wissenschaftler in einer Studie in der Fachzeitschrift Cancer nach.

Die Forscher analysierten die Daten von 198 Patienten, die an einem Cholangiosarkom in- oder außerhalb der Leber oder einem Karzinom der Gallenblase erkrankt waren. Etwas mehr als die Hälfte von ihnen benötigten mindestens drei systemische Chemotherapien, weil die Krankheit immer wieder zurückkehrte. 

Bessere Überlebenschancen nach einer zweiten Chemotherapie hatten Patienten mit Gallengangskrebs innerhalb der Leber im Vergleich zu Patienten mit Gallengangskrebs außerhalb der Leber oder mit Gallenblasenkrebs. Jedoch dauerte es generell nicht besonders lange, bis der Krebs auch nach der zweiten Chemotherapie zurückgekehrt war. Dies galt unabhängig davon, wo sich der Tumor befunden hatte.

Nach Ansicht der Studienautoren seien weitere intensive Forschungsbemühungen nötig, um bei fortgeschrittenem Gallengangskrebs für Patienten, die nach einer ersten Chemotherapie einen Rückfall erleiden, besser wirksame Therapieoptionen zu entwickeln. 

 

Quelle:

Lowery MA et al. Second‐line chemotherapy in advanced biliary cancers: A retrospective, multicenter analysis of outcomes. Cancer, Onlinevorabveröffentlichung am 27. August 2019, https://doi.org/10.1002/cncr.32463

 

(KvK)

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Aktualisiert am: 16.11.2019 18:05