Wenn Eierstockkrebs zurückkehrt

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Die Therapie mit einem sogenannten PARP-Hemmer kann die Krankheit aufhalten, ohne dass die Lebensqualität unter der Behandlung leidet.

Bei Patientinnen mit Eierstockkrebs, die Veränderungen in den Brustkrebsgenen BRCA1 oder 2 tragen und nach zwei oder mehr Chemotherapien wieder einen Rückfall erleiden, kann eine Therapie mit dem sogenannten PARP-Hemmer Olaparib die Zeit, bis die Krankheit weiter voranschreitet, hinausgezögert werden. Obwohl diese Therapie mit Nebenwirkungen behaftet ist, wirkt sie sich auf die Lebensqualität keinesfalls negativ aus, wie Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Lancet Oncology berichteten.

Olaparib hemmt bestimmte Enzyme, die Poly-(ADP-Ribose)-Polymerasen (PARP), die an der Regulation der Zellzyklen beteiligt sind. Der Wirkstoff kann Zellen töten und Tumoren bekämpfen. In der Studie hatten Patientinnen mit wiedergekehrtem Eierstockkrebs entweder Olaparib oder ein Scheinmedikament (Placebo) erhalten. Die Therapie mit Olaparib zahlte sich aus: Nicht nur, dass die Krankheit länger zum Stillstand kam, auch die Lebensqualität der Patientinnen verbesserte sich, die Patientinnen lebten länger beschwerdefrei als unter der Placebogabe.

Nach Ansicht der Studienautoren können Patientinnen mit wiederkehrendem Eierstockkrebs nach mehreren Zyklen Chemotherapie von einer Behandlung mit dem PARP-Hemmer Olaparib profitieren, ohne Einbußen in der Lebensqualität aufgrund zu starker Nebenwirkungen befürchten zu müssen.

 

Quelle:

Friedlander M et al. Health-related quality of life and patient-centred outcomes with olaparib maintenance after chemotherapy in patients with platinum-sensitive, relapsed ovarian cancer and a BRCA1/2 mutation (SOLO2/ENGOT Ov-21): a placebo-controlled, phase 3 randomised trial. Lancet Oncology 2018, 19(8):1126-34

 

(KvK)

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Aktualisiert am: 21.09.2018 13:53