Wenn die Magenschleimhaut angegriffen ist

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Eine Entzündung der Magenschleimhaut kann im Rahmen einer Chemotherapie bei Krebs auftreten. Eine Umstellung der Ernährung kann dabei helfen, die Beschwerden zu lindern.

Während der Tumortherapie kann es als Nebenwirkung zur Entwicklung einer Magenschleimhautentzündung, einer sogenannten Gastritis, kommen. Je nachdem, wo die Ursachen liegen, ist eine entsprechende Behandlung einzuleiten. Doch auch über eine angepasste Ernährung können sich die Patienten Erleichterung verschaffen, wie Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Der Onkologe berichteten.

Völlegefühl, saures Aufstoßen, aber auch Magenschmerzen sind nicht selten Anzeichen für eine Gastritis sein, wie sie als Nebenwirkung etwa einer Chemotherapie bei Krebs auftreten kann. Wenn es einen klaren Zusammenhang zur Chemotherapie gibt, wird in vielen Fällen eine Therapie mit Protonenpumpenhemmern eingeleitet. Aber auch die Ernährung kann dazu beitragen, die Beschwerden rasch zu lindern. Empfohlen wird beispielsweise leichte Vollkost, bei der scharfe und saure Speisen und Getränke zu meiden sind, wie etwa Zitrusfrüchte, Alkohol oder Kaffee. Auch empfiehlt es sich, mehrere kleine Mahlzeiten über den Tag zu verteilen, um den Magen nicht mit einem Male enorm zu belasten. Darüber hinaus verstärkt Rauchen die Probleme oftmals.

Hilfreich kann es sein, ein Ernährungs-Symptom-Tagebuch zu führen, um herauszufinden, bei welchen Speisen oder Getränken die Beschwerden besonders intensiv sind. Unverträgliche Lebensmittel sind dann eher zu meiden, Speisen, die Wohlgefühl auslösen, zu empfehlen.

 

Quelle:

Büntzel J et al. Komplementärmedizinische Behandlungsansätze bei Gastritis und funktionellen Magenbeschwerden während der Tumortherapie. Der Onkologe 2020, 26:283-8

 

(KvK)

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Zuletzt aufgerufen am: 01.12.2020 16:52