Wenn das Brustkrebsrisiko schon hoch ist

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Haben Rauchen und Alkohol noch einen zusätzlichen Effekt, wenn bereits eine erbliche Vorbelastung für Brustkrebs besteht?

Tabakrauchen und regelmäßig hoher Alkoholkonsum gelten als Risikofaktoren für Brustkrebs. Doch wie verhält es sich bei Frauen, die eine Veränderung (Mutation) in einem der sogenannten Brustkrebsgene BRCA1 oder BRCA2 und damit ein ohnehin stark erhöhtes Risiko für Brustkrebs aufweisen? Dieser Frage gingen Wissenschaftler in einer Studie nach und berichteten kürzlich in der Fachzeitschrift Cancer Epidemiology, Biomarkers & Prevention über ihre Ergebnisse.

In der Studie wurden rückblickend die Daten von 5.707 Frauen mit BRCA1-Mutation und 3.525 Frauen mit BRCA2-Mutation sowie vorausschauend die Daten von 2.276 BRCA1-Mutationsträgerinnen und 1.610 BRCA2-Mutationsträgerinnen ausgewertet. Sie waren unter anderem zu ihrem Alkoholkonsum und Rauchgewohnheiten befragt worden. 

Wenn Frauen mit BRCA-Mutation im gebärfähigen Alter rauchten, stieg ihr Brustkrebsrisiko gegenüber Nichtraucherinnen mit BRCA-Mutation noch einmal an. Dies galt für BRCA2-Mutationsträgerinnen noch etwas deutlicher als für BRCA1-Mutationsträgerinnen. Der Alkoholkonsum hingegen hatte keinen zusätzlichen Einfluss auf das Brustkrebsrisiko.

Der Zusammenhang zwischen Rauchen im gebärfähigen Alter und dem zusätzlichen Brustkrebsrisiko müsse in weiteren Studien eingehender untersucht werden, so die Schlussfolgerung der Studienautoren.

 

Quelle:

Li H et al. Alcohol consumption, cigarette smoking, and risk of breast cancer for BRCA1 and BRCA2 mutation carriers: results from The BRCA1 and BRCA2 Cohort Consortium. Cancer Epidemiology, Biomarkers & Prevention, Onlinevorabveröffentlichung am 2. Dezember 2019, doi: 10.1158/1055-9965.EPI-19-0546

 

(KvK)

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Zuletzt aufgerufen am: 08.08.2020 12:24