Wenn bei Hepatoblastom keine Operation stattfinden kann

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Eine Chemotherapie kann bei den bösartigen Lebertumoren, die im Kindesalter auftreten, die Überlebensaussichten verbessern, wenn eine Operation nicht möglich ist.

Wenn bei einem fortgeschrittenem Hepatoblastom, einem bösartigen Lebertumor im Kindesalter, eine Operation unmöglich ist, wird die Chemotherapie zu einer wichtigen Behandlungsoption. Die bisherige Standardchemotherapie kann offenbar durch die Zugabe eines weiteren Wirkstoffs erfolgreich intensiviert werden, wie Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Cancer berichteten.

An der Studie nahmen 102 Patienten mit nicht-operablem Hepatoblastom teil, das sich noch nicht mit Metastasen in andere Organe ausgebreitet hatte. Sie erhielten die übliche Chemotherapie und dazu einen weiteren Wirkstoff aus der Gruppe der Anthrazykline, der den Zellzyklus in bestimmten Phasen stört und so den Tod von vor allem Krebszellen herbeiführt.

Die Ergebnisse der Behandlung waren gut, nach fünf Jahren waren 95 Prozent der Patienten noch am Leben, bei 88 Prozent hatte es kein weiteres Krankheitsereignis gegeben. Damit, so die Zusammenfassung der Studienautoren, habe sich die intensivierte Chemotherapie als gut wirksam und auch weitgehend verträglich erwiesen.

 

Quelle:

Katzenstein HM et al. Doxorubicin in combination with cisplatin, 5-flourouracil, and vincristine is feasible and effective in unresectable hepatoblastoma: A Children's Oncology Group study. Cancer, Onlinevorabveröffentlichung am 11. November 2021, https://doi.org/10.1002/cncr.34014

 

(KvK)

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