Weniger Spätfolgen nach akuter lymphatischer Leukämie im Kindesalter

Angaben zum Autor und/oder zum Fachberater finden Sie am Ende des Beitrags.

Die langfristige Sterblichkeit und die Häufigkeit späterer Erkrankungen sind zurückgegangen.

Dank neuer Therapien können heutzutage deutlich mehr Kinder und Jugendliche, die an akuter lymphatischer Leukämie (ALL) erkranken, die Krankheit überleben. Und auch die Langzeitrisiken der Therapien sind gesunken, weil die Behandlung individuell dem jeweiligen Risiko angepasst werden kann. Das geht aus den Ergebnissen einer US-amerikanischen Studie hervor, die in der Fachzeitschrift Journal of Clinical Oncology veröffentlicht wurden.

Die Forscher analysierten die Daten von 6.148 Überlebenden einer ALL im Kindesalter, die in den Jahren zwischen 1970 und 1999 erkrankten. Wie sich zeigte, wiesen Personen, die eine ALL in den 1990er Jahren überlebten, später seltener weitere Erkrankungen auf wie etwa chronische Erkrankungen oder zweite Krebserkrankungen, als Personen, die in den 1970er Jahren an ALL erkrankt waren. Auch die späte Sterblichkeit erwies sich bei den später Erkrankten als deutlich geringer.

Offenbar, so die Schlussfolgerung der Studienautoren, haben sich nicht nur die Überlebensaussichten von Kindern und Jugendlichen, die an ALL erkranken, deutlich verbessert, sondern es treten auch weniger Spätfolgen der Erkrankung auf. Kinder und Jugendliche, die in den 1990er Jahren an ALL erkrankten, hatten dieser Untersuchung zufolge ein vergleichbares Risiko, im Erwachsenenalter zu versterben oder an einem zweiten Krebs zu erkranken, wie die US-amerikanische Allgemeinbevölkerung.

 

Quelle:

Dixon SB et al. Reduced Morbidity and Mortality in Survivors of Childhood Acute Lymphoblastic Leukemia: A Report From the Childhood Cancer Survivor Study. Journal of Clinical Oncology, Onlinevorabveröffentlichung am 24. Juli 2020, DOI: 10.1200/JCO.20.00493

 

(KvK)

Zur Nachrichtenübersichtsseite

 

Zurück

Zuletzt aufgerufen am: 30.09.2020 14:44