Wenig Bewegung erhöht Risiko für Eierstockkrebs

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Körperliche Inaktivität ist offenbar ein eigenständiger Risikofaktor für die Erkrankung.

Mangelnde körperliche Bewegung geht mit einem erhöhten Risiko für Eierstockkrebs einher. Diesen Zusammenhang bestätigten die Ergebnisse einer Studie, in der die Daten von insgesamt neun Studien des Ovarian Cancer Association Consortium (OCAC) zusammenfassend analysiert wurden. Der Bericht erschien kürzlich in der Fachzeitschrift Cancer Epidemiology, Biomarkers & Prevention.

Einbezogen wurden die Daten von mehr als 8.300 Eierstockkrebspatientinnen und mehr als 12.600 Frauen ohne Eierstockkrebs. Die Frauen waren in den jeweiligen Studien zu ihren sportlichen Aktivitäten befragt worden. In der Analyse stellte sich ein Zusammenhang zwischen mangelnder körperlicher Bewegung und einem erhöhten Risiko für Eierstockkrebs heraus. Dies galt auch, wenn die unterschiedlichen Typen von Eierstockkrebs berücksichtigt wurden.

Körperliche Inaktivität müsse als eigenständiger Risikofaktor für Eierstockkrebs eingestuft werden, so die Schlussfolgerung der Studienautoren. Dies solle Anlass geben, in weiteren Studien danach zu suchen, mit welcher Art und in welcher Intensität sportliche Betätigungen das Risiko für diese oft tödlich endende Krankheit senken könnten.

 

Quelle:

Cannioto, R. et al.: Chronic Recreational Physical Inactivity and Epithelial Ovarian Cancer Risk: Evidence from the Ovarian Cancer Association Consortium. Cancer Epidemiology, Biomarkers & Prevention, Onlinevorabveröffentlichung am 6. Mai 2016, doi: 10.1158/1055-9965.EPI-15-1330

 

(kvk)

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Aktualisiert am: 27.06.2017 17:13