Was Übergewicht ausmacht

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Übergewicht in jungen Erwachsenenjahren beeinflusst offenbar bei Frauen die Prognose bei Brust- und Darmkrebs nach den Wechseljahren.

Die Hinweise darauf, dass sich starkes Übergewicht bei bestimmten Krebserkrankungen ungünstig auf die Prognose auswirken kann, mehren sich. So auch in einem aktuellen Bericht in der Fachzeitschrift Cancer Epidemiology, Biomarkers & Prevention, in dem Forscher von einem solchen Zusammenhang bei Frauen mit Brust- und Darmkrebs berichten.

In die Studie aus Schweden wurden die Daten von 47.051 Frauen einbezogen, von denen 1.241 nach der Menopause an Brustkrebs (Durchschnittsalter bei der Diagnose 57,5 Jahre) und 259 an Darmkrebs (Durchschnittsalter bei der Diagnose 59,1 Jahre) erkrankten. Die Wissenschaftler untersuchten, ob es einen Zusammenhang zwischen dem Body Mass Index (BMI) als Maß für ein gesundes oder ungesundes Körpergewicht im Alter von 20 bis 50 Jahren und der Prognose bei den beiden Erkrankungen gab.

Tatsächlich hatten Frauen, die irgendwann einmal im Alter zwischen 20 und 50 Jahren übergewichtig gewesen waren, ein erhöhtes Risiko, schon früh im Krankheitsverlauf an Brust- oder Darmkrebs zu versterben. Das Risiko nahm mit jedem Jahr, in dem Übergewicht bestanden hatte, zu. Auch das Ausmaß des Übergewichts hatte einen Einfluss auf das Sterberisiko. 

Offenbar, so die Interpretation der Studienautoren, habe Übergewicht im jungen Erwachsenenalter noch späte Auswirkungen und beeinflusse die Überlebensaussichten im Falle einer Brust- oder Darmkrebserkrankung.

 

Quelle:

Arnold M et al. Adulthood overweight and survival from breast and colorectal cancer in Swedish women. Cancer Epidemiology, Biomarkers & Prevention, Onlinevorabveröffentlichung am 14. Juni 2019, doi: 10.1158/1055-9965.EPI-19-0075

 

(KvK)

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Aktualisiert am: 16.09.2019 20:43