Was Krebspatienten wissen möchten

Angaben zum Autor und/oder zum Fachberater finden Sie am Ende des Beitrags.

In einer Studie erkundeten Forscher, welche Fragen Krebspatienten umtreiben und was sich im Laufe der Erkrankung verändert

Steht die Diagnose Krebs fest, kommen viele Fragen auf: Wie gut sind die Überlebensaussichten? Welche Therapien erwarten mich? Mit welchen Spätfolgen der Erkrankung und Therapien muss ich rechnen? Haben meine Angehörigen auch ein erhöhtes Risiko für die Krankheit? In einer Studie untersuchten Wissenschaftler aus den USA, welche Fragen es im Einzelnen sind, die Patienten mit Darm-, Brust- oder Prostatakrebs umtreiben, und welche Informationen die Patienten von ihren behandelnden Ärzten erwarten. Der Bericht zur Studie erschien in der Fachzeitschrift Cancer Epidemiology, Biomarkers & Prevention.

Die Forscher führten zwischen 2006 und 2008 unter mehr als 1.000 Patienten mit Darm-, Brust- oder Prostatakrebs drei Befragungsrunden durch. Die Fragen betrafen fünf Themenkomplexe rund um die Erkrankung und das Überleben. Wie wahrscheinlich ein Krankheitsrückfall sein könne, war die Frage, die die Patienten über den gesamten Zeitraum am meisten beschäftigte. Brustkrebspatienten hatten in der ersten Befragungsrunde am stärksten damit zu tun. Im Laufe der Zeit wurde der Informationsbedarf der Patienten nach und nach schwächer. Nur Frauen, die an Darmkrebs erkrankt waren, stellten zunehmend mehr Fragen, z.B. dazu, wie Familienangehörige ihr eigenes Risiko für Darmkrebs und andere Krebserkrankungen reduzieren könnten.

Die Fragen, die Krebspatienten im Erkrankungsverlauf an ihre Ärzte haben, verändern sich mit der Zeit, schlussfolgern die Studienautoren, auch wenn die Frage nach einem möglichen Rückfall insgesamt am drängendsten ist. Zudem variieren die Fragen mit der Art der Krebserkrankung. Ärzte müssten die verschiedenen Bedürfnisse ihrer Patienten erkunden, um ausreichend Informationen geben zu können.

 

Quelle:

Tan, A. S. L. et al.: Evolving information needs among colon, breast, and prostate cancer survivors: Results from a longitudinal mixed-effects analysis. Cancer Epidemiology, Biomarkers & Prevention, Onlinevorabveröffentlichung am 15. Mai 2015; doi: 10.1158/1055-9965.EPI-15-0041

(kvk)

Zur Nachrichtenübersichtsseite

 

Mehr zum Thema Krebs:

Zurück

Aktualisiert am: 28.07.2017 14:17