Warum Bewegung das Brustkrebsrisiko senkt

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An Veränderungen im Östrogenstoffwechsel liegt es laut einer aktuellen Studie eher nicht.

Regelmäßige körperliche Aktivitäten senken bekanntermaßen das Risiko für Brustkrebs nach den Wechseljahren. Eine Möglichkeit, wie dieser Effekt zustande kommt, ist eine Reduzierung der endogenen Östrogenbildung infolge der körperlichen Bewegung. Doch auch Veränderungen im Östrogenstoffwechsel kommen theoretisch als Grund für den Zusammenhang in Frage. Wissenschaftler gingen dem in einer Studie nach und veröffentlichten jetzt ihre Ergebnisse in der Fachzeitschrift Cancer Epidemiology, Biomarkers & Prevention.

Die Forscher ermittelten bei 306 Frauen nach der Menopause die Östrogenwerte, wobei sie auch verschiedene Substanzen maßen, die im Östrogenstoffwechsel als Abbauprodukte entstehen. Die Hälfte der Teilnehmerinnen führte zwölf Monate lang regelmäßig ein moderates bis intensives Training durch (im Durchschnitt knapp drei Stunden pro Woche), die andere Hälfte diente als Kontrollgruppe. Auch die Herzkreislauffitness wurde regelmäßig überprüft.

Die trainierenden Frauen zeigten nach zwölf Monaten eine bessere Herzkreislauffitness. Auch waren ihre körpereigenen Östrogenwerte niedriger als diejenigen der Kontrollpersonen. Jedoch gab es keinen Effekt auf Abbauprodukte im Östrogenstoffwechsel. Nach Ansicht der Studienautoren habe sich in dieser Studie kein Hinweis darauf ergeben, dass ein zwölfmonatiges moderates bis intensives körperliches Training den Östrogenmetabolismus in solcher Art verändere, dass dies zu einem verminderten Brustkrebsrisiko führen könne. Die nach der Menopause vor Brustkrebs vorbeugende Wirkung von Sport sei offenbar nicht auf Veränderungen im Östrogenmetabolismus zurückzuführen, sondern müsse eher andere Ursachen haben.

 

Quelle:

Matthews C E et al. Effects of exercise and cardiorespiratory fitness on estrogen metabolism in postmenopausal women. Cancer Epidemiology, Biomarkers & Prevention, Onlinevorabveröffentlichung am 14. August 2018, doi: 10.1158/1055-9965.EPI-17-0900

 

(KvK)

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Aktualisiert am: 20.11.2018 13:13