Wann sich ein Plattenepithelkarzinom der Haut ungünstig entwickelt

Nachricht vom 11.01.2023

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In einer Analyse wurden Risikofaktoren für aggressive Krankheitsverläufe identifiziert.

In der Regel können Patienten mit Plattenepithelkarzinom der Haut von ihrer Erkrankung geheilt werden. Doch in wenigen Fällen nimmt die Krankheit einen ungünstigen Verlauf mit Lymphknotenbefall, Tochtergeschwülsten in anderen Organen (Metastasierung) und schließlich dem Tod. In einer systematischen Überblicksstudie mit Meta-Analyse wurden die Risikofaktoren für einen solchen ungünstigen Verlauf untersucht. Die Ergebnisse erschienen in der Fachzeitschrift JAMA Dermatology.

129 Studien mit mehr als 135.000 Patienten mit Plattenepithelkarzinom der Haut wurden in die Untersuchung einbezogen. Das höchste Risiko dafür, dass der Tumor nach einer Behandlung wiederkehrte oder sich mit Metastasen in Lymphknoten oder andere Organe ausbreitete und sogar tödlich endete, bestand bei Tumoren, die sich im Gewebe über das Unterhautfettgewebe hinaus ausgebreitet hatten, sowie bei Tumoren, die sich rund um Nerven ausgebreitet hatten.

Eine solche Ausbreitung von Plattenepithelkarzinomen der Haut kann am besten durch eine frühzeitige Erkennung der Tumoren verhindert werden. Der Früherkennung, etwa durch das Hautkrebsscreening, kommt damit auch bei diesen Tumoren, die zum hellen Hautkrebs zählen, eine wichtige Bedeutung zu. 

 

Quelle:

Zakhem GA et al. Association of Patient Risk Factors, Tumor Characteristics, and Treatment Modality With Poor Outcomes in Primary Cutaneous Squamous Cell Carcinoma. A Systematic Review and Meta-analysis. JAMA Dermatology, Onlinevorabveröffentlichung am 28. Dezember 2022, doi:10.1001/jamadermatol.2022.5508

 

(KvK)

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