Während der Immuntherapie: Die Haut vor Infektionen schützen

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Die Immuntherapie mit Checkpointblockern erhöht das Risiko für Hautinfektionen. 

Die neue Immuntherapie mit sogenannten Checkpointhemmern hat bei vielen Krebsarten deutliche Verbesserungen für die Patienten gebracht. Allerdings führt sie auch zu unerwünschten Reaktionen des Immunsystems und damit zu Nebenwirkungen. Oftmals betroffen ist die Haut, wie Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Journal of the American Academy of Dermatology berichteten.

Die Forscher untersuchten anhand der Daten von 2.061 Patienten systematisch, wie häufig Hautinfektionen infolge von Immuntherapie mit Checkpointblockern bei Krebserkrankungen auftraten. 1.292 Patienten hatten unmittelbar zuvor eine Therapie mit Checkpointblockern erhalten, bei 769 Patienten lag eine solche Behandlung schon etwas länger (90 Tage oder länger seit der letzten Dosis) zurück. 

Bei den Patienten, die unmittelbar zuvor eine Immuncheckpointblockade erhalten hatten, war die Rate an Hautinfektionen signifikant höher. Knapp ein Fünftel von ihnen litt an einer aktuellen bakteriellen oder viralen Hautinfektion oder an einer Hautinfektion, die durch Pilze ausgelöst war. Auch gemischte Infektionen kamen vor. Nach der Therapie mit einem CTLA-Blocker war die Häufigkeit solcher Infektionen am höchsten.

Patienten, die wegen einer Krebserkrankung mit einem Checkpointblocker behandelt werden müssen, sollten das erhöhte Risiko für Hautinfektionen kennen und ihre Haut gut schützen, etwa durch die Anwendung hautneutraler Seifen und gut verträglicher Kosmetika, um die Hautbarriere auf natürlichem Wege zu stärken.

 

Quelle:

Do MH et al. Dermatologic infections in cancer patients treated with checkpoint inhibitors. Journal of the American Academy of Dermatology 2021, 85(6):1528-36

 

(KvK)

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Zuletzt aufgerufen am: 22.01.2022 16:42