Vorstufen von Kehlkopfkrebs

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In einer Studie wurde untersucht, wie oft sich aus Vorstufen tatsächlich eine Krebserkrankung entwickelt. 

Kehlkopfkrebs kann sich aus Vorstufen entwickeln, die an der Glottis, dem mittleren Teil des Kehlkopfes, auftreten. In einer Studie untersuchten Wissenschaftler aus Dänemark, wie oft das geschieht. Sie berichteten darüber in der Fachzeitschrift Acta Oncologica.

Die Forscher stützten sich auf die Daten einer Dänemark-weiten Datenbank, in der von 2000 bis 2009 965 Patienten mit histologisch bestätigter Krebsvorstufe an der Glottis festgehalten worden waren. Die Glottis ist der für die Stimmbildung zuständige Apparat. Er besteht aus den Stimmlippen, sogenannten Stellknorpeln und der dazwischen liegenden Stimmritze. 

Die Hälfte der in die Analyse einbezogenen Patienten war 60 Jahre und älter, es waren doppelt so viele Männer wie Frauen. In 18 Prozent der Fälle gingen die Vorstufen an der Glottis in eine bösartige Form über, davon wiederum in vier von zehn Fällen in ein richtiges Karzinom. Die überwiegende Mehrheit der Patienten waren aktive oder frühere Raucher. Bei Männer geschah der Übergang in Kehlkopfkrebs häufiger als bei Frauen. 

Da bei einer Spiegelung des Kehlkopfes auch bereits die Vorstufen von Kehlkopfkrebs erkannt werden können, sollte bei anhaltenden Beschwerden wie Heiserkeit ein Arzt zur diagnostischen Abklärung aufgesucht werden.

 

Quelle:

Sannino NJB et al. Incidence and malignant transformation of glottic precursor lesions in Denmark. Acta Oncologica, Onlinevorabveröffentlichung am 25. Februar 2020, https://doi.org/10.1080/0284186X.2020.1730437

 

(KvK)

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Zuletzt aufgerufen am: 22.10.2020 16:24