Vorstufen von Gebärmutterhalskrebs besser erkannt

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Mit dem Test auf krebserregende humane Papillomviren (HPV)

Die Entwicklung von Gebärmutterhalskrebs kann verhindert werden, wenn schon die sogenannten CIN-Vorstufen (zervikale intraepitheliale Neoplasien), die von humanen Papillomviren (HPV) verursacht werden, erkannt und entfernt werden. Vermutlich gehen neun von zehn Tumoren auf das Konto von HP-Viren. Nun zeigen die Ergebnisse einer Überblicksstudie in der Fachzeitschrift JAMA, dass mit dem Test auf HPV mehr CIN3+-Veränderungen erkannt werden können als mit dem herkömmlichen Pap-Test (Papanicolaou-Test). 

In die Untersuchung wurden die Daten von 14 Studien mit insgesamt fast einer Million Frauen einbezogen. Es zeigte sich, dass die Chance, bei Frauen im Alter zwischen 25 und 65 Jahren in einer ersten Früherkennungsscreeningrunde eine CIN3-Veränderung oder schlechter (CIN3+) zu erkennen, beim HPV-Test höher war als beim Pap-Test. Besonders effizient war der HPV-Test bei Frauen im Alter zwischen 30 und 35 Jahren. Eine Kombination von HPV-Test und Pap-Test brachte keinen zusätzlichen Vorteil.

Möglicherweise, so die Forscher, könne das Risiko für Gebärmutterhalskrebs stärker gesenkt werden, wenn in regelmäßigen Abständen ein HPV-Test durchgeführt werde. Allerdings besteht dabei ein höheres Risiko für falsch-positive Befunde, die eine unnötige Behandlung nach sich ziehen, als beim Pap-Test. 

 

Quelle:

Melnikow J et al. Screening for Cervical Cancer With High-Risk Human Papillomavirus Testing. Updated Evidence Report and Systematic Review for the US Preventive Services Task Force. JAMA 2018,320(7):687-705

 

(KvK)

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Aktualisiert am: 20.11.2018 14:52