Vor und nach der Operation bei frühem Lungenkrebs: Immuntherapie vorteilhaft

Nachricht vom 23.08.2023

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Eine Immuntherapie vor und nach der Operation kann die Aussichten bei nicht-kleinzelligem Lungenkrebs im frühen Stadium verbessern.

Bei nicht-kleinzelligem Lungenkrebs im Frühstadium sind die Überlebensaussichten besser, wenn vor und nach der Operation eine Immuntherapie mit einem Checkpointblocker durchgeführt wird. Das zeigen die Ergebnisse einer Studie, die kürzlich in der Fachzeitschrift New England Journal of Medicine veröffentlicht wurden.

Für die Studie wurden 397 erwachsene Patienten gewonnen, die an nicht-kleinzelligem Lungenkrebs im Stadium II oder III erkrankt waren und operiert werden sollten. Bevor die Operation durchgeführt wurde, erhielten sie noch eine unterstützende neoadjuvante Chemotherapie, die mit einem Immuncheckpoint-PD1-Blocker oder einem Scheinmedikament (Placebo) kombiniert wurde. Nach der Operation wurde die Immuntherapie adjuvant fortgesetzt oder wiederum ein Placebo verabreicht.

Nach einer Beobachtungszeit von zwei Jahren war die Krankheit in der Gruppe, die den Immuncheckpointblocker erhalten hatte, seltener weiter vorangeschritten als in der Placebogruppe. Überhaupt hatten mehr Patienten aus der Immuntherapiegruppe als aus der Placebogruppe gut auf die Therapie angesprochen. Auch das Gesamtüberleben war nach der neoadjuvanten und adjuvanten Immuntherapie besser, allerdings wurde der in diesem Punkt vorher festgesetzte Wert der Signifikanz verfehlt. 

Die Immuntherapie rund um den operativen Eingriff könne bei Patienten mit nicht-kleinzelligem Lungenkrebs im operablen frühen Stadium die Aussichten verbessern, so die Interpretation der Studienautoren. 

 

Quelle:

Wakelee H et al. Perioperative Pembrolizumab for Early-Stage Non–Small-Cell Lung Cancer. New England Journal of Medicine 2023; 389:491-503

 

(kvk)

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