Vor krebserregenden Viren schützen

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Die HPV-Impfung bietet zuverlässigen Schutz vor der Ansteckung, insbesondere, wenn sie vor dem ersten Geschlechtsverkehr erfolgt.

Die Impfung gegen krebserregende humane Papillomviren (HPV) wirkt. Auf diese einfache Formel lassen sich die Ergebnisse einer Studie aus Luxemburg bringen, die in der Fachzeitschrift Cancer Epidemiology veröffentlicht wurden.

In Luxemburg wurde die Impfung gegen HPV im Jahr 2008 in das nationale Impfprogramm aufgenommen. Geimpft werden können Mädchen im Alter von zwölf bis 17 Jahren mit einem Zwei- oder einem Vierfachimpfstoff. Untersucht wurde nun, welche Wirkung die Impfung in den acht Jahren nach ihrer Einführung erzielte. Hierfür wurden die Daten von 716 Frauen im Alter von 18 bis 29 Jahren aus den Jahren 2015 bis 2017 ausgewertet.

Bei knapp 51 Prozent der untersuchten Frauen wurde eine HPV-Infektion nachgewiesen, bei rund 29 Prozent handelte es sich um eine Infektion mit einem der krebserregenden Typen. Wer sich hatte impfen lassen, war hingegen gut gegen die Ansteckung geschützt: Die HPV-Typen 16/18, denen mit Abstand die größte Bedeutung bei der Entstehung von zum Beispiel Gebärmutterhalskrebs beigemessen wird, aber auch die HPV-Typen 6/11 sowie 31/33/45 kamen bei den geimpften Frauen signifikant seltener vor. Besonders gut war der Impfschutz bei den Frauen, die vor dem ersten Geschlechtsverkehr geimpft worden waren.

Offenbar, so die Schlussfolgerung der Studienautoren, können sich junge Frauen durch die Impfung gegen krebserregende HPV gut vor der Infektion schützen. Dies sei eine gute Grundlage, um auch der Krebsentstehung vorzubeugen.

 

Quelle:

Latsuzbaia A et al. Effectiveness of bivalent and quadrivalent human papillomavirus vaccination in Luxembourg. Cancer Epidemiology 2019, 63: 101593

 

(KvK)

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Aktualisiert am: 11.12.2019 18:21