Viel Bewegung senkt Risiko für Gebärmutterkörperkrebs

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Was bei vielen Krebsarten schon länger bekannt ist, gilt offenbar auch für Gebärmutterkörperkrebs: Sportliche Betätigung senkt das Erkrankungsrisiko.

Körperliche Bewegung ist, da sind sich Experten inzwischen einig, eine gute Möglichkeit, Krebserkrankungen vorzubeugen. Und so kommt ein neuer Artikel in der Fachzeitschrift International Journal of Cancer nicht überraschend, in dem berichtet wird, dass in einer Studie Frauen, die Sport trieben, ein geringeres Risiko für Gebärmutterkörperkrebs (Endometriumkarzinom) hatten.

In dieser Studie werteten die Forscher die Daten von 52.370 Frauen aus dem norwegischen Krebsregister aus, von denen 687 an Gebärmutterkörperkrebs erkrankten. Die Frauen waren über mehrere Jahre u.a. wiederholt zu ihren körperlichen Aktivitäten befragt worden. Der Zusammenhang, der sich darstellte, war eindeutig: Je weniger Sport die Frauen trieben, desto höher war ihr Risiko, an Gebärmutterkörperkrebs zu erkranken. Dies galt unabhängig davon, ob die Frauen laut Body Mass Index (BMI) unter-, normal- oder übergewichtig waren. Im Vergleich zum Durchschnitt an täglicher Bewegung hatten Frauen, die sich am wenigsten bewegten, ein um 60 Prozent höheres Risiko für ein Endometriumkarzinom, diejenigen, die sich am meisten bewegten, ein um 27 Prozent geringeres. 

Die Forscher errechneten auf der Grundlage ihrer Daten, dass rund ein Fünftel aller Fälle von Gebärmutterkörperkrebs vermieden werden könnten, wenn Frauen, die sich körperlich nur wenig bewegten, ihr Aktivitätsniveau steigern würden. 

 

Quelle:

Borch, K. B. et al.: Physical activity and risk of endometrial cancer in the Norwegian Women and Cancer (NOWAC) study. International Journal of Cancer, Onlinevorabveröffentlichung am 6. Februar 2017, DOI: 10.1002/ijc.30610

 

(kvk)

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Aktualisiert am: 15.12.2017 21:20