Viel Bewegung schützt die Leber

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Ein Teil des Effekts hat mit dem Körpergewicht zu tun.

Körperliche Aktivität kann vor einigen Krebsarten schützen, zum Beispiel vor Darm- oder Brustkrebs. Wie verhält es sich mit Leberkrebs, zu dessen Risikofaktoren unter anderem auch starkes Übergewicht und Bewegungsmangel gehören? Dieser Frage gingen Wissenschaftler in einer großen Datenanalyse nach und veröffentlichten ihre Ergebnisse kürzlich in der Fachzeitschrift Journal of Hepatology.

Die Forscher analysierten die Daten der European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition Kohorte (EPIC) mit 467.336 Personen. In den durchschnittlich rund 15 Jahren Beobachtungszeit wurden unter den Studienteilnehmern 275 Fälle von Leberzellkrebs, 93 Fälle von Gallenwegskrebs innerhalb der Leber und 164 Fälle von Gallenwegskrebs außerhalb der Leber festgestellt. Erkrankungen an Gallenblasenkrebs wurden nicht berücksichtigt.

Die Teilnehmer waren im Rahmen der Studie unter anderem nach ihren körperlichen Aktivitäten befragt worden. Aktive Personen hatten in der Analyse gegenüber Personen, die sich nur wenig bewegten, ein geringeres Risiko für Leberkrebs. Dabei reichten schon zwei Stunden intensive körperliche Bewegung pro Woche aus, um das Leberkrebsrisiko um die Hälfte zu senken.

Wie sich weiter herausstellte, wurde der positive Effekt der körperlichen Bewegung nicht unwesentlich durch das Körpergewicht vermittelt. Personen, die sich nur wenig bewegten, waren nicht selten stark übergewichtig. Aber auch ein davon unabhängiger Effekt blieb bestehen, der ebenso unabhängig von anderen Risikofaktoren für Leberkrebs war wie Alter, Rauchen und Alkoholkonsum.

 

Quelle:

Baumeister S E et al. Association of Physical Activity and Risk of Hepatobiliary Cancers: A Multinational Cohort Study. Journal of Hepatology, Onlinevorabveröffentlichung am 21. Dezember 2018, DOI: https://doi.org/10.1016/j.jhep.2018.12.014

 

(KvK)

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Aktualisiert am: 22.02.2019 21:53