Viel bewegen schon in der Jugend

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Gute körperliche Fitness in der Jugend ging in einer Studie mit einem geringeren Krebsrisiko in späteren Jahren einher.

Wer in der Jugend viel Sport treibt, senkt damit unter Umständen sein Risiko für spätere Krebserkrankungen bzw. das Risiko, an einer Krebserkrankung zu versterben. Das berichteten Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Journal of Epidemiology.

Die Forscher untersuchten die Daten von 1.185.439 schwedischen Männern, die zwischen 1950 und 1980 geboren wurden. Im Alter von durchschnittlich 18 Jahren war anlässlich der Gesundheitsuntersuchung zur Wehrtauglichkeit ihre körperliche Fitness untersucht worden. Die Ergebnisse dieses Tests wurden mit der späteren Krebshäufigkeit und Sterblichkeit an Krebs in Beziehung gesetzt.

Während der durchschnittlich 27 Jahre Beobachtungszeit traten 15.093 Krebsfälle auf, 4.900 Männer starben an einer Krebserkrankung. Bei denjenigen, die beim Fitnesstest in der Jugend besser abgeschnitten hatten, war das Risiko, in späteren Jahren an Krebs zu erkranken oder zu versterben, deutlich geringer. Dies galt noch nicht in den ersten fünf Beobachtungsjahren, aber danach.

Offenbar kann eine gute aerobe Fitness im Jugendalter das spätere Krebs- und Sterberisiko an Krebs senken, so die Interpretation der Studienautoren. Auf diese Weise kann sich körperliche Aktivität in der Jugend noch langfristig auszahlen.

 

Quelle:

Högström G et al. Aerobic fitness in late adolescence and the risk of cancer and cancer-associated mortality in adulthood: A prospective nationwide study of 1.2 million Swedish men. Cancer Epidemiology 2019, 59:58-63

 

(KvK)

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Aktualisiert am: 16.09.2019 20:43