Verdrängungswettbewerb zu Lasten der Patienten

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Seit einigen Jahren drängen Krankenhäuser verstärkt in die ambulante onkologische Versorgung. Der BNHO (Berufsverband der Niedergelassenen Hämatologen und Onkologen) befürchtet, dass die strukturellen Veränderungen, die Ansprüche auf patientenorientierte Versorgung auf Dauer nicht erfüllen können.

Patienten wünschen sich „eine Versorgung, die sowohl die qualitativen als auch emotionalen und sozialen Ansprüche vollumfänglich erfüllt“ so Prof. Stefan Schmitz, Vorsitzender der BNHO e.V.

Bisher wird ein großer Teil der onkologischen Patienten, über 600.000 pro Jahr, in hämatologisch-onkologischen Schwerpunktpraxen behandelt. Dort stehen den Patienten die Ärzte als Ansprechpartner auch über die reine onkologische Therapie hinaus zur Verfügung. Doch Krankenhäuser drängen immer mehr in die ambulante onkologische Versorgung, „das führt leider vielerorts zu profitorientierten Versorgungsstrukturen, bei denen der Patient nur eine Nebenrolle einnimmt“, sagte Schmitz. Um dem entgegen zu wirken, müssen tragfähige Kooperationsstrukturen geschaffen werden, die ein faires Nebeneinander von Krankenhäusern und niedergelassenen Ärzten ermöglichen und eine Monopolbildung zu Lasten des Patienten verhindern, betonte Dr. Walter Baumann vom Wissenschaftlichen Institut der Niedergelassenen Hämatologen und Onkologen (WINHO) in Köln.

 

Quelle:

Pressemitteilung vom 26.02.2016, Berufsverband der Niedergelassenen Hämatologen und Onkologen in Deutschland e.V.

 

(vm)

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Aktualisiert am: 17.11.2017 13:18