Und immer wieder Sonne

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Auch eine überstandene Melanomerkrankung hält Betroffene nicht davon ab, sich ungeschützt der Sonne auszusetzen.

Sonnenlicht ist für die menschliche Haut unerlässlich - gleichzeitig aber auch einer ihrer stärksten Feinde. Unbestritten ist der Zusammenhang zwischen zu starker Sonneneinstrahlung und dem erhöhten Risiko für schwarzen Hautkrebs, das maligne Melanom. Und dennoch: Selbst nach dem Überstehen einer solchen Erkrankung hält das viele Betroffene nicht davon ab, sich regelmäßig auch ohne ausreichenden Schutz der Sonne auszusetzen. Das geht aus einer Studie in der Fachzeitschrift Cancer Epidemiology, Biomarkers & Prevention hervor.

An der Studie nahmen insgesamt mehr als 2.000 Personen teil. Ein Teil von ihnen war im Alter von 25 bis 59 Jahren an einem malignen Melanom erkrankt und hatte diese Krankheit bereits seit vielen Jahren überstanden. Bei den übrigen handelte es sich um nicht an Hautkrebs erkrankte Kontrollpersonen. Alle Teilnehmer wurden nach ihrem Sonnenverhalten befragt.

Die Hautkrebserkrankung hatte offenbar Wirkung bei den Betroffenen gezeigt: Sie setzten sich laut Befragung an normalen Wochentagen seltener als die Kontrollpersonen der Sonne aus, erlitten seltener Sonnenbrände und besuchten weniger oft ein Sonnenstudio. Am Wochenende jedoch gingen sie nach eigenen Angaben ähnlich oft und intensiv dem Sonnenbaden nach wie die nicht an Hautkrebs Erkrankten. Dabei verwendeten sie häufiger als die Kontrollpersonen optimalen Sonnenschutz, etwa in Form von Sonnencreme. Jedoch berichtete etwa jeder fünfte von Sonnenbränden, die er erlitten habe.

Offenbar, so die Studienautoren, seien sich Überlebende einer Erkrankung an schwarzem Hautkrebs über das Risiko einer erneuten Erkrankung bewusst. Dennoch setzten auch sie sich teilweise wieder der Gefahr aus, ohne für ausreichenden Sonnenschutz zu sorgen.

 

Quelle:

Vogel, R. I. et al.: Sun Exposure and Protection Behaviors among Long-term Melanoma Survivors and Population Controls. Cancer Epidemiology, Biomarkers & Prevention, März 2017, DOI: 10.1158/1055-9965.EPI-16-0854

 

(kvk)

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Aktualisiert am: 28.07.2017 16:25