Überlebensaussichten: Bei vielen Krebserkrankungen inzwischen besser

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Die Fortschritte sind bei jüngeren Patienten größer als bei den älteren

Der Anstrengungen auf dem Gebiet der Krebsforschung in den vergangenen Jahrzehnten haben sich ausgezahlt: Immer mehr Menschen können bei einer Krebserkrankung geheilt oder zumindest so gut behandelt werden, dass sie viele Jahre mit der Krankheit leben können. Dabei profitieren allerdings jüngere Patienten offenbar mehr als ältere. Dies lässt sich aus jüngsten Erhebungen US-amerikanischer Forscher zu krebsbedingten Sterbefällen in den USA schließen. Ein Bericht dazu erschien in der Fachzeitschrift JAMA Oncology.

Die Forscher stützten sich auf die Daten von mehr als 1 Million Patienten, die zwischen 1990 und 2009 eine Krebsdiagnose erhalten hatten. Berücksichtigt wurden Erkrankungen an Darmkrebs, Brustkrebs, Prostatakrebs, Lungenkrebs, Leberkrebs, Bauchspeicheldrüsenkrebs und Eierstockkrebs.

Die Überlebensaussichten verbesserten sich im Laufe der Zeit signifikant bei Krebs des Darms, der Brust, der Prostata, der Lunge und der Leber. Insbesondere bei jüngeren Krebspatienten im Alter von 50 bis 64 Jahren war dies der Fall. Bei Patienten, die zum Zeitpunkt der Diagnose bereits 75 bis 85 Jahre alt waren, fielen die Verbesserungen deutlich geringer aus. Geschlechterunterschiede gab es hingegen nicht.

Auch künftig seien Anstrengungen notwendig, so die Studienautoren, um die Situation jüngerer wie älterer Krebspatienten weiter zu verbessern.

 

Quelle:

Zeng, C. et al.: Disparities by Race, Age, and Sex in the Improvement of Survival for Major Cancers: Results From the National Cancer Institute Surveillance, Epidemiology, and End Results (SEER) Program in the United States, 1990 to 2010. JAMA Oncology 2015,1(1):88-96

(kvk)

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    Aktualisiert am: 22.11.2017 12:00