Überlebensaussichten bei schwarzem Hautkrebs gestiegen – aber auch die Häufigkeit nimmt zu

Nachricht vom 08.04.2024

Angaben zum Autor und Erstelldatum finden Sie am Ende des Beitrages.

Noch immer reichen die Präventionsmaßnahmen nicht aus, um die Erkrankung einzudämmen.

Die Überlebensaussichten bei einer Erkrankung an schwarzem Hautkrebs, dem malignen Melanom, haben sich durch die Einführung neuer Therapien erheblich verbessert. Das bestätigen die Ergebnisse einer Studie, die in der Fachzeitschrift Cancer Epidemiology veröffentlicht wurden. Sie zeigen aber auch, dass die Häufigkeit der Erkrankung weiter zunimmt.

Ausgewertet wurden in der Studie Daten aus den USA, die von 1994 bis 2019 in einer großen Datenbank gesammelt worden waren. Dabei zeigte sich, dass die Häufigkeit von malignen Melanomen über den gesamten Zeitraum stieg und prognostisch auch in den kommenden Jahren zunehmen wird. Im Gegensatz dazu ging die häufigkeitsangepasste Sterblichkeit an der Erkrankung seit dem Jahr 2010 jährlich um knapp drei Prozent zurück, nachdem sie anfangs noch pro Jahr um fast vier Prozent anstieg. Unabhängig vom Tumorstadium ergab sich in der Analyse eine Verbesserung des Fünf-Jahresüberlebens – am stärksten fiel der Anstieg bei den fortgeschrittenen Tumoren aus, die schon Tochtergeschwülste (Metastasen) in anderen Organen gebildet haben. 

Diese Verbesserung der Überlebens- und Heilungsaussichten führt die Arbeitsgruppe im Wesentlichen auf die Entwicklung der neueren Immuntherapien mit Checkpointblockern und zielgerichteten Therapien mit beispielsweise BRAF/MEK-Hemmern zurück. Dies sei eine gute Nachricht der Analyse, die jedoch durch eine andere getrübt werde: Insgesamt stagnieren die Erkrankungs- und Früherkennungsraten, noch immer nehme die Häufigkeit von schwarzem Hautkrebs teilweise zu. Die Primär- und Sekundärprävention müsse also weiterhin im Fokus der Forschung stehen und verbessert werden.

 

Quelle:

Li S et al. The reduced mortality of malignant melanoma at the population level is mainly attributable to treatment advances for the past decade. Cancer Epidemiology 2024, 88:102515. https://doi.org/10.1016/j.canep.2023.102515

 

(KvK)

Zur Nachrichtenübersichtsseite

Zurück

Zuletzt aufgerufen am: 12.07.2024 16:23