Überlebensaussichten bei Plattenepithelkarzinom der Haut im Kopf-Halsbereich verbessert

Angaben zum Autor und/oder zum Fachberater finden Sie am Ende des Beitrags.

Die Sterblichkeit bei Tumoren, die sich bereits in die Lymphknoten ausgebreitet haben, ist gesunken.

Plattenepithelkarzinome der Haut, die zum hellen Hautkrebs zählen, breiten sich eher selten in den Körper aus und bilden Tochtergeschwülste, sogenannte Metastasen, in anderen Organen. Doch wenn es geschieht, sinken die Heilungschancen. Wie jetzt von einer Studie in der Fachzeitschrift Head Neck berichtet wurde, sind die Aussichten auch bei metastasierten Plattenepithelkarzinomen der Haut im Kopf-Halsbereich besser geworden.

In der Studie wurden die Daten von 1.301 Patienten ausgewertet, die zwischen 1980 und 2017 an einem Plattenepithelkarzinom der Haut im Kopf-Halsbereich erkrankt waren. Bei allen hatte sich der Tumor bereits mit Metastasen in die Lymphknoten ausgebreitet. Wie sich herausstellte, nahm im Laufe des Untersuchungszeitraumes der Anteil an Patienten über 80 Jahren deutlich zu, von anfangs knapp vier Prozent auf fast 32 Prozent, also nahezu ein Drittel. Gleichzeitig stieg der Anteil an Patienten, deren Immunsystem aufgrund einer Erkrankung oder einer Organtransplantation nur eingeschränkt funktionierte.

Unter Berücksichtigung verschiedener möglicher Einflussfaktoren konnten die Forscher dennoch einen Rückgang der krebsbedingten Sterblichkeit zwischen den Zeiträumen 1990-1999 und 2000-2009 feststellen. In beiden Zeiträumen war das Sterberisiko an der Erkrankung auch geringer als noch in den Jahren 1980-1989. In den Jahren 2010-2017 blieb die krebsbedingte Sterblichkeit dann stabil. 

Offenbar, so die Interpretation der Studienautoren, sei das Risiko, an einem Plattenepithelkarzinom der Haut im Kopf-Halsbereich zu versterben, geringer geworden, selbst wenn sich der Tumor bereits in die Lymphknoten ausgebreitet hat. 

 

Quelle:

Hasmat S et al. Positive survival trend in metastatic head and neck cutaneous squamous cell carcinoma over four‐decades: Multicenter study. Head Neck, Onlinevorabveröffentlichung am 12. August 2019, https://doi.org/10.1002/hed.25912

 

(KvK)

Zur Nachrichtenübersichtsseite

 

Zurück

Aktualisiert am: 10.12.2019 22:01