Überleben wahrscheinlicher

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Eine Untersuchung in sieben Ländern zeigt, dass die Überlebenschancen bei bestimmten Krebserkrankungen deutlich gestiegen sind.

Die Chancen, eine Krebserkrankung zu überstehen, sind in den letzten 20 Jahren deutlich gestiegen. Das zeigen die Ergebnisse einer Studie, in der Daten aus sieben industriell hoch entwickelten Ländern ausgewertet wurden. Der Bericht dazu erschien in der Fachzeitschrift Lancet Oncology.

Die Forscher stützten sich auf die Daten von insgesamt 3,9 Millionen Krebspatienten, die zwischen 1995 und 2014 in Krebsregistern in Australien, Kanada, Dänemark, Irland, Neuseeland, Norwegen und Großbritannien festgehalten worden waren. Die Patienten litten an Speiseröhrenkrebs, Magenkrebs, Darmkrebs, Enddarmkrebs, Bauchspeicheldrüsenkrebs, Lungenkrebs oder Eierstockkrebs.

Bei nahezu allen Krebsarten stiegen in allen Ländern die Ein- und Fünf-Jahresüberlebensraten an. Besonders hoch war der Anstieg bei Patienten, die vor dem 75. Lebensjahr erkrankten, sowie bei Krebserkrankungen, die an sich mit einer ungünstigen Prognose einhergehen, wie Speiseröhrenkrebs, Magenkrebs, Bauchspeicheldrüsenkrebs und Lungenkrebs. Zwischen den Ländern bestanden Unterschiede in den Überlebensraten.

Von Bedeutung für eine gute Prognose seien insbesondere das Erkrankungsstadium bei der Erstdiagnose, die Zeit, die bis zu einer effektiven Therapie verstreicht, und das Ausmaß an Begleiterkrankungen, die die Patienten jeweils mitbringen, so die Zusammenfassung der Studienautoren.

 

Quelle:

Arnold M et al. Progress in cancer survival, mortality, and incidence in seven high-income countries 1995–2014 (ICBP SURVMARK-2): a population-based study. Lancet Oncology, Onlinevorabveröffentlichung am 11. September 2019, http://dx.doi.org/10.1016/S1470-2045(19)30456-5

 

(KvK)

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Aktualisiert am: 14.10.2019 16:43