Überleben wahrscheinlicher gemacht

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Die Überlebensaussichten bei Leberkrebs sind besser geworden

In der Schweiz haben sich die Überlebensaussichten für Patienten mit Leberzellkrebs in den letzten 20 Jahren verbessert. Das berichteten Schweizer Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Cancer Epidemiology, wobei sie auch mögliche Gründe für diese Verbesserungen nannten.

Die Forscher untersuchten den Krankheitsverlauf bei 619 Leberkrebspatienten, die von 1996 bis 2009 in einem Krebsregister erfasst worden waren. Innerhalb des Beobachtungszeitraums nahm die Zahl derer, die sich einer transarteriellen Chemoembolisation (TACE) unterzogen, zu. Eine Zunahme von Erkrankungen in einem früheren Tumorstadium wurde nicht beobachtet.

Hingegen nahm die Sterblichkeit an der Erkrankung ab: Patienten, die ihre Diagnose im Zeitraum 1996-2000 erhalten hatten, hatten ein geringeres Sterberisiko als Patienten mit der Diagnose im Zeitraum 2006-2009. Signifikante Unterschiede in der Krankheitssterblichkeit gab es außerdem zwischen verschiedenen Altersgruppen, zwischen unterschiedlichen Tumorstadien und zwischen unterschiedlichen Therapien.

Die häufigere Anwendung von TACE könne ein Grund für die beobachtete Verbesserung der Überlebensaussichten bei Leberzellkrebs sein, so die Annahme der Studienautoren. Doch auch Verbesserungen bei der Behandlung von Patienten mit Leberzirrhose, die oft eine Ursache für Leberkrebs ist, hätten vermutlich dazu beigetragen.

 

Quelle:

Bordoni, A. et al.: Survival of hepatocellular carcinoma patients is significantly improving: a population-based study from southern Switzerland. Cancer Epidemiology 2014, 38(6):679-685

 

(kvk)

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Aktualisiert am: 22.11.2017 09:21