Übergewicht und Leukämie?

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Starkes Übergewicht geht offenbar mit einem erhöhten Risiko für Lymphome und Leukämien einher.

Ein hoher Fettanteil im Gewebe, der sich unter anderem durch einen hohen Body Mass Index (BMI) bemerkbar macht, geht mit einem erhöhten Risiko für diverse Krebserkrankungen einher. Und auch in Bezug auf bösartige Erkrankungen des Blut- und Lymphsystems wirkt er sich ungünstig aus, wie Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Annals of Oncology berichteten.

Die Forscher werteten in einer Meta-Analyse mehrere Studien aus, die bis Dezember 2017 zu dem Thema publiziert worden waren. Dabei stellten sie fest, dass ein Zusammenhang zwischen einem erhöhten BMI und dem Risiko für Hodgkin-Lymphom, Non-Hodgkin-Lymphome, diffuses großzelliges B-Zelllymphom, Leukämien (darunter akute und chronische myeloische Leukämie und chronische lymphatische Leukämie) und Multiples Myelom besteht. Die Risikosteigerung bestand sowohl bei einem erhöhten BMI generell, als auch bei einem erhöhten BMI im frühen Erwachsenenalter von 18 bis 21 Jahren.

Doch nicht nur das Erkrankungsrisiko stieg an, auch die Sterblichkeit bei diesen Krankheiten war teilweise höher, wenn der BMI hoch war. Offenbar, so die Zusammenfassung der Studienautoren, gebe es also auch zwischen Übergewicht und dem Auftreten von Blut- und Lymphdrüsenkrebserkrankungen einen Zusammenhang.

 

Quelle:

Abar L et al. Body size and obesity during adulthood, and risk of lympho-hematopoietic cancers: an update of the WCRF-AICR systematic review of published prospective studies. Annals of Oncology, Onlinevorabveröffentlichung 7. Februar 2019, https://doi.org/10.1093/annonc/mdz045

 

(KvK)

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Aktualisiert am: 21.07.2019 21:37