Übergewicht ist bei Männern Risikofaktor für Magenkrebs

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Insbesondere in Kombination mit Helicobacter pylori-Infektionen

Ein zu hohes Körpergewicht ist bei Männern ein Risikofaktor für Magenkrebs, wenn sie gleichzeitig eine Infektion mit Helicobacter pylori (H. pylori) aufweisen. Das zeigen die Ergebnisse einer Studie in der Fachzeitschrift Cancer Epidemiology.

In der Studie wurden die Daten von 92.056 Patienten aus der Japan Public Health Center-based prospective Studie ausgewertet, von denen unter anderem Angaben zur Körpergröße und dem Körpergewicht vorlagen. Daraus konnte der jeweilige Body Mass Index (BMI) als Maß für Normal-, Unter- oder Übergewicht berechnet werden. Auch lagen Angaben dazu vor, ob bei den Teilnehmern eine Infektion mit Helicobacter pylori nachgewiesen worden war oder nicht. Sie gilt als wichtigster Risikofaktor für die Entstehung von Magenkrebs.

2.860 Teilnehmer erkrankten an Magenkrebs, darunter 2.047 Männer und 813 Frauen. Ein BMI von 27 kg/m2 und höher, was für Übergewicht oder Fettleibigkeit spricht, war in der Analyse bei Männern mit einem erhöhten Magenkrebsrisiko verbunden. Bei den Männern, die positiv auf H. pylori getestet wurden, an einer Magenschleimhautentzündung (atrophische Gastritis) litten oder in der Vergangenheit eine Infektion mit H. pylori durchgemacht hatten (Nachweis von Antikörpern), war das Risiko für Magenkrebs in der Nähe der Speiseröhre erhöht, wenn sie gleichzeitig einen BMI von 27 kg/m2 oder höher aufwiesen.

Die Studie belege nach Ansicht der Studienautoren, dass Männer mit starkem Übergewicht oder Fettleibigkeit ein erhöhtes Risiko haben, an Magenkrebs zu erkranken.

 

Quelle:

Hirabayashi M et al. Effect of body-mass index on the risk of gastric cancer: A population-based cohort study in A Japanese population. Cancer Epidemiology 2019, 63:101622

 

(KvK)

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Aktualisiert am: 11.12.2019 18:21