Übergewicht in der Kindheit: Risikofaktor für Darmkrebs?

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Offenbar nur, wenn der BMI auch in der Jugend erhöht bleibt.

Männer, die schon in ihrer Kindheit stark übergewichtig sind und dieses Übergewicht in die Pubertät mitnehmen, haben später als Erwachsene ein erhöhtes Risiko, an Darmkrebs zu erkranken. Das geht aus den Ergebnissen einer Studie in der Fachzeitschrift Cancer Epidemiology, Biomarkers & Prevention hervor.

Die Forscher bezogen in ihre Analyse die Daten von 37.663 Männern ein, die zwischen 1946 und 1961 geboren wurden. Im Alter von acht (Kindheit) und 20 Jahren (junges Erwachsenenalter) waren ihre Körpergröße und Körpergewicht gemessen worden. Daraus konnte nun der Body Mass Index (BMI) bestimmt werden, der Auskunft darüber gibt, ob das Körpergewicht normal, zu niedrig oder zu hoch ist. Dies wurde in Beziehung zu im Erwachsenenalter auftretenden Darmkrebserkrankungen gesetzt.

Ein erhöhtes Darmkrebsrisiko lag bei Männern vor, bei denen der BMI sowohl in der Kindheit, als auch in jugendlichen Jahren überdurchschnittlich erhöht gewesen war. Das erhöhte Risiko betraf nur Tumoren im Dickdarm (Kolonkarzinom), nicht jedoch Enddarmkrebs (Rektumkarzinom). Wer erst in der Jugend einen höheren BMI bekam, hatte kein erhöhtes Darmkrebsrisiko. Dies müsse nun in weiteren Studien überprüft werden, so die Einschätzung der Studienautoren. 

 

Quelle:

Celind J et al. Childhood Body Mass Index is associated with risk of adult colon cancer in men - an association modulated by pubertal change in Body Mass Index. Cancer Epidemiology, Biomarkers & Prevention, Onlinevorabveröffentlichung am 6. März 2019, doi: 10.1158/1055-9965.EPI-18-1077

 

(KvK)

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Aktualisiert am: 23.04.2019 16:38