Tyrosinkinasehemmertherapie bei chronischer myeloischer Leukämie

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Rasches gutes Ansprechen zeigt langfristigen Behandlungserfolg an.

In der chronischen Phase einer chronischen myeloischen Leukämie (CML) können die Betroffenen gezielt mit einem Tyrosinkinasehemmer behandelt werden, wodurch sich die Krankheit für längere Zeit aufhalten lässt. Reagiert die Krankheit gut auf die Therapie, wird also innerhalb kurzer Zeit eine optimale Response erreicht, sind die Überlebensaussichten gut, wie aus einer Studie in der Fachzeitschrift British Journal of Haematology hervorgeht.

In der Studie untersuchten Forscher den Krankheitsverlauf bei 487 Patienten, die infolge einer CML mit einem Tyrosinkinasehemmer behandelt wurden. Zum Einsatz kamen dabei Imatinib in zwei Dosierungen (400 oder 800 mg), Dasatinib oder Nilotinib. Nach drei Monaten hatten etwa neun von zehn Patienten gut auf die Behandlung angesprochen, nur bei sechs Prozent der Patienten hatte die Krankheit gar nicht reagiert. Nach zwölf Monaten bestand je nach angewendetem Tyrosinkinasehemmer noch bei drei Viertel bis 87 Prozent der Patienten eine optimale Response. Lediglich die Therapie mit Imatinib in einer Dosierung von 400 mg stellte sich als weniger effizient heraus. Patienten, bei denen über das gesamte Jahr hinweg eine optimale Response bestand, lebten länger ohne einen Krankheitsrückfall und hatten auch ein längeres Gesamtüberleben als Patienten, bei denen dies nicht gelang.

Ein optimales Ansprechen auf einen Tyrosinkinasehemmer im ersten Behandlungsjahr bei chronischer myeloischer Leukämie sei, so die Interpretation der Studienautoren, offenbar eine Voraussetzung für eine gute Prognose.

 

Quelle:

Jain, P. et al.: Analysis of 2013 European LeukaemiaNet (ELN) responses in chronic phase CML across four frontline TKI modalities and impact on clinical outcomes. British Journal of Haematology, Onlinevorabveröffentlichung am 5. Februar 2016, DOI: 10.1111/bjh.13936

 

(kvk)

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Aktualisiert am: 23.05.2017 10:44