Tumordicke bei schwarzem Hautkrebs

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Bei einer familiären Vorgeschichte besteht offenbar eine erhöhte Neigung für dickere Melanome.

Verschiedene Risikofaktoren bewirken eine erhöhte Neigung für schwarzen Hautkrebs, das maligne Melanom: Ein heller Hauttyp mit blonden oder roten Haaren, der bei Sonneneinstrahlung rasch einen Sonnenbrand bekommt, häufiges Bräunen im Sonnenstudio, aber auch die Zahl vorhandener Leberflecke (Nävi) und Erkrankungen an schwarzem Hautkrebs in der Familie (positive Familienanamnese). Dem gingen Wissenschaftler in einer Studie weiter auf den Grund und berichteten über ihre Ergebnisse in der Fachzeitschrift Acta Oncologica.

Die Forscher stützten sich in ihrer Analyse auf die Daten mehrerer großer Studien mit rund 250.000 Patienten. Sie wollten herausfinden, ob bestimmte Risikofaktoren dazu beitragen, dass Patienten, wenn sie die Diagnose Melanom erhalten, schon an dickeren Tumoren leiden. Je dicker ein Melanom bei der Erstdiagnose ist, desto höher ist das Risiko für einen ungünstigen Verlauf.

Keinen Zusammenhang konnten die Forscher zwischen einem erhöhten Risiko für dickere Tumoren und dem Hauttyp, der Haarfarbe, der Neigung zu Sonnenbrand und dem Bräunen im Sonnenstudio feststellen. Jedoch fand sich eine Beziehung zur familiären Vorgeschichte an schwarzem Hautkrebs. Gab es in der Familie bereits Erkrankungen an malignem Melanom, war das Risiko für einen dickeren Tumor bei der Erstdiagnose höher. Auch hatten Männer, die eine größere Zahl an Nävi aufwiesen, ein höheres Risiko für ein dickeres malignes Melanom. Bei Frauen bestand dieser Zusammenhang nicht.

Offenbar, so die Studienautoren, sei in dieser Hinsicht bei einer familiär bedingten Neigung zu schwarzem Hautkrebs erhöhte Aufmerksamkeit geboten: Die Betroffenen haben ein erhöhtes Risiko für dickere Tumoren, die mit einer ungünstigeren Prognose einhergehen.

 

Quelle:

Li W-Q et al. Host characteristics and risk of incident melanoma by Breslow thickness. Cancer Epidemiology, Biomarkers & Prevention, Onlinevorabveröffentlichung am 19. Oktober 2018, doi: 10.1158/1055-9965.EPI-18-0607

 

(KvK)

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Aktualisiert am: 20.11.2018 14:52