Topische Therapie bei aktinischer Keratose

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Die Langzeiteffekte von Imiquimodsalbe sind offenbar besser als die von Diclofenacgel.

Aktinische Keratose gilt als Vorstufe von hellem Hautkrebs, weil sich ein Plattenepithelkarzinom der Haut daraus entwickeln kann. Für die Therapie werden sowohl eine Imiquimod-haltige Creme als auch ein Diclofenac-haltiges Gel empfohlen. Nun verglichen Wissenschaftler in einer Studie beide topischen Therapien bezüglich ihrer Langzeiteffekte und berichteten darüber in der Fachzeitschrift Journal of the European Academy of Dermatology and Venerology.

Die Forscher bezogen Daten von zwei Phase IV-Studien, an denen 479 erwachsene Patienten mit fünf bis zehn aktinischen Keratosen im Gesicht und am Hinterkopf teilgenommen hatten. Bei allen handelte es sich um frühe Erkrankungsgrade I bis II. Die Patienten waren mit Imiquimodcreme oder Diclofenacgel behandelt worden.

Innerhalb von drei Jahren entwickelten sich bei fünf Prozent der mit Imiquimodcreme und bei elf Prozent der mit Diclofenacgel Behandelten eine aktinische Keratose Grad III oder ein Plattenepithelkarzinom. Zu allen Zeitpunkten innerhalb des Untersuchungszeitraums waren bei den mit Imiquimodcreme behandelten Patienten weniger Plattenepithelkarzinome aus einer aktinischen Keratose hervorgegangen als bei den mit Diclofenacgel behandelten. Auch waren mehr aktinische Keratosen nach der Behandlung mit Imiquimod verschwunden, und es traten nach dieser Therapie seltener Rückfälle auf. Sowohl Imiquimodcreme als auch Diclofenacgel wurden gut vertragen.

Nach drei Jahren erwies sich bei aktinischen Keratosen die Therapie mit Imiquimodcreme gegenüber der Therapie mit Diclofenacgel als überlegen, um Rückfällen und der Entwicklung von Plattenepithelkarzinomen vorzubeugen, so die Zusammenfassung der Studienautoren.

 

Quelle:

Gollnick H et al. Long-term clinical outcomes of imiquimod 5% cream vs. diclofenac 3% gel for actinic keratosis on the face or scalp: a pooled analysis of two randomized controlled trials. Journal of the European Academy of Dermatology and Venerology, Onlinevorabveröffentlichung am 13. August 2019, DOI DOI: 10.1111/jdv.15868

 

(KvK)

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Aktualisiert am: 14.10.2019 16:43